Suchen

Lohmann

Unzerstörbare Klebeetiketten konkurrieren mit dem Laser

| Redakteur: Peter Reinhardt

Bis vor kurzem war es noch undenkbar, Etiketten dauerhaft haltbar auf medizinische Instrumente zu kleben. Denn dort soll eigentlich nichts haften. Doch nun sieht es so aus, als bekäme die lange Zeit als konkurrenzlos geltende Laserkennzeichnung Wettbewerb durch strukturelles Kleben.

Firmen zum Thema

Quasi unzerstörbar: Klebeetiketten vom Typ Structobond überstehen schadlos die üblichen Sterilisationszyklen von chirurgischen Instrumenten.
Quasi unzerstörbar: Klebeetiketten vom Typ Structobond überstehen schadlos die üblichen Sterilisationszyklen von chirurgischen Instrumenten.
( Bild-Collage: S+P Samson + kikkerdirk - Fotolia.com )

Eine Lösung für die „Quadratur des Kreises“ nennt es Karl Tochtermann, wenn er von Structobond spricht, einer geklebten Etikettenlösung, die dauerhaft auf medizinischen Instrumenten haftet.

Laser offenbart Schwächen

Der Geschäftsführer des Unternehmens S+P Samson erklärt, dass sich nach eingehenden Marktanalysen zum Thema der Instrumentenkennzeichnung einige Schwächen der bislang vorherrschenden Lasertechnik gezeigt hätten: „Sie bleicht aus, ist kostenintensiv und auf modernen Instrumenten aus Kunststoff nur bedingt umsetzbar“, so Tochtermann. Zudem werde damit auch nicht der Bedarf an farbigen Kennzeichnungslösungen abgedeckt.

„Hier kommt Structobond ins Spiel“, erklärt Tochtermann, denn diese Technologie biete eine Rundum-Lösung. „Sie wird aktuell in Kliniken getestet und zeigt dort, dass sie effizienter, sicherer und lesbarer als die bekannten Kennzeichnungslösungen ist.“

Structobond verbindet Datenträger mit den zu kennzeichnenden Objekten dauerhaft. Es haftet verlässlich auf metallischen Untergründen, hitzebeständigen Kunststoffen sowie auf Glas. Basis dieser Technologie ist ein bahnförmig verarbeiteter Epoxidharz-Klebstoff, der den Datenträger umschließt und sicher fixiert. Structobond vereint somit erstmals strukturelles Kleben und Kennzeichnung und widersteht laut Anbieter selbst außergewöhnlichen Belastungen durch Reinigungs- und Sterilisationsprozesse. Damit eignet es sich zur dauerhaften Markierung von Instrumenten und Inventar für die automatische Identifikation.

Als Partner zum Patent

Möglich geworden ist die patentierte Kennzeichnungslösung mit Klebeetiketten letztlich durch eine erfolgreiche Entwicklungspartnerschaft der Unternehmen S+P Samson und Lohmann. Samson ist spezialisiert auf die Herstellung robuster Kunststoffetiketten, Lohmann beschäftigt sich seit fast 80 Jahren mit der Herstellung von Hightech-Verbindungslösungen für industrielle Anwendungen und ist zudem über ein Joint Venture zu 50 Prozent am weit über die Branche hinaus bekannten Hersteller von Produkten für die Wundversorgung Lohmann & Rauscher beteiligt.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43303719)

GF Machining Solutions; Foba Laser Marking; Trumpf GmbH & Co.KG; Foba; KELLERMEDIA; Bild-Collage: S+P Samson + kikkerdirk - Fotolia.com; Uta Wagner / IW; gemeinfrei; Devicemed; Dassault Systèmes; Sensirion; Kraiburg TPE; DPMA; Raumedic AG; Raumedic; Rico Elastomere Projecting; Fraunhofer IPT; Consense; ©auremar - stock.adobe.com; Chris Kettner; Transline; Die Storyfactory / Devicemed; BV-Med; Spectaris; Projekt HIPS; Radware; TITK; Volker Mai; Hochschule Stralsund; NUS National University of Singapore