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Telemedizin Teleclinic erwartet Wachstumsexplosion von 500 Prozent

| Redakteur: Peter Reinhardt

Waren telemedizinische Behandlungen bisher Selbstzahlern und Privatversicherten vorbehalten, bietet Teleclinic diesen Dienst noch in der ersten Jahreshälfte 2020 erstmalig auch gesetzlich Versicherten an. Die Digitalisierung der Gesundheitsbranche dürfte damit maßgeblich vorankommen.

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Katharina Jünger, CEO von Teleclinic, will den neu entstehenden Markt für Telemedizin mit gesetzlich Versicherten als First Mover und Marktführer besetzen.
Katharina Jünger, CEO von Teleclinic, will den neu entstehenden Markt für Telemedizin mit gesetzlich Versicherten als First Mover und Marktführer besetzen.
(Bild: Corinna Guthknecht)
  • Gesundheitsbranche vor entscheidendem Sprung in Sachen Digitalisierung
  • Abrechnung für gesetzlich Versicherte durch Teleclinic noch im ersten Halbjahr 2020 bundesweit verfügbar
  • Teleclinic-CEO Katharina Jünger erwartet 2020 die Marke von 100.000 Behandlungen zu knacken

Teleclinic, nach eigenen Angaben Marktführer unter den Diensten für Online-Arztbesuche, erwartet für 2020 eine Verfünffachung der Beratungsgespräche. Hintergrund: Schon 2018 hatte die Bundesärztekammer den Weg freigemacht für die bundesweite Fernbehandlung sowie für die Ausstellung von E-Rezepten. Aber nachdem bisher nur Selbstzahler und Privatversicherte von dieser Revolution des Gesundheitssystems profitierten, wird Telemedizin noch in der ersten Jahreshälfte 2020 durch die Teleclinic auch allen gesetzlich Versicherten zugänglich.

Drastischer Zuwachs bei den Behandlungen erwartet

Teleclinic geht von einem weiteren drastischen Zuwachs bei den Behandlungen aus – bereits ohne den Anschluss an die GKVs hatte das Unternehmen von 2018 auf 2019 einen explosionsartigen Anstieg der Behandlungen von 400 Prozent verzeichnet. Im laufenden Jahr will Teleclinic nun die Marke von 100.000 Behandlungen knacken.

Und das soll erst der Anfang sein. Jährlich werden in Deutschland eine Milliarde Arztbesuche wahrgenommen, rund 50 bis 75 Prozent davon könnten nach Einschätzung von Katharina Jünger, Teleclinic-CEO, abschließend telemedizinisch versorgt werden. Das zeige die Erfahrung der letzten Jahre. „Diesen neu entstehenden Markt wird die Teleclinic als First Mover und Marktführer besetzen, und partizipiert damit an Europas größtem Gesundheitsmarkt, an dem jährlich allein für die ambulante Versorgung 39 Mrd. Euro umgesetzt werden“, so Jünger.

USA und Skandinavien sind Vorreiter in Sachen Telemedizin

Die Akzeptanz und das Interesse bei den Patienten seien sehr hoch, denn das Angebot überwinde viele Probleme der Gesundheitsversorgung:

  • Weite Anfahrten zum Arzt und lange Wartezeiten in Vorzimmern entfallen
  • Ärzte der Teleclinic sind jederzeit erreichbar.
  • Die lückenhafte Versorgung im ländlichen Raum und der Facharztmangel werden abgefangen.

Der Blick auf die USA und die skandinavischen Länder zeigt: Telemedizin wird zukünftig ein integraler Bestandteil der Gesundheitsversorgung. „In Deutschland wird Teleclinic als nationaler Champion den Markt behaupten - die strenge Regulatorik des komplexen deutschen Systems erfordert einen hohen Grad an landesspezifischer Expertise, den internationale Unternehmen nicht vorweisen“, gibt sich Teleclinic in einer Pressemitteilung optimistisch. Fest steht: Das Gesundheitssystem in Deutschland wird von starken nationalen Playern dominiert, die von gewachsenen Verbindungen zu Versicherungen, Ärzte- und Apothekerschaft sowie ein hohes Vertrauen seitens der Patienten profitieren. Diesen Marktvorteil wollen Jünger und ihr Team 2020 nutzen.

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