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Einkaufsführer 2012 Update: Werkstoffe Spezialsilikone für medizinische Langzeitimplantate

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Der Münchner Chemiekonzern Wacker hat drei neue Silikonreihen für medizinische Anwendungen im Programm: „Silpuran“ UR 7000 Flüssigsilikonkautschuk, „Silpuran“ UR 9020 Festsilikonkautschuk und die bei Raumtemperatur vernetzende Reihe „Silpuran“ UR 34xx. „Silpuran“ UR richtet sich vor allem an Hersteller von Produkten für medizinische Langzeitanwendungen.

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„Silpuran“ UR: UR steht für „unrestricted“, denn diese Silikone sind für medizinische Anwendungen zugelassen, die über längere Zeit im Körper verbleiben
„Silpuran“ UR: UR steht für „unrestricted“, denn diese Silikone sind für medizinische Anwendungen zugelassen, die über längere Zeit im Körper verbleiben
(Bild: Wacker Chemie)

Da für diese Silikone besondere Qualitätsstandards gelten, wurden sie in der neuen Produktklasse „unrestricted“ oder kurz: „Silpuran“ UR zusammengefasst. Die für diese Reihe entwickelten Produkte sind auch für medizinische Anwendungen zugelassen, die über längere Zeit im Körper verbleiben. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig und reichen von Portkathetern, Stimmprothesen, Magenbändern und Herzschrittmachern bis zu Bandscheiben-, Gelenk- und Hörimplantaten.

Zwei-Komponenten-System für Großserienteile

„Silpuran“ UR 7000 ist ein pastöser additionsvernetzender Flüssigsilikonkautschuk. Das Zwei-Komponenten-System eignet sich dank kurzer Vernetzungszeiten für die Verarbeitung im Spritzguss. Dies erlaubt wiederum eine wirtschaftliche Produktion von medizinischen Großserienteilen wie etwa von Anschlüssen, Ventilen und Dichtungen. „Silpuran“ UR 7000 ist in verschiedenen Shore A-Härtegraden erhältlich und besitzt einen hohen Weiterreißwiderstand.

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Festsilikonkautschuk trotzt hohen Belastungen

„Silpuran“ UR 9020 wurde für medizinische Produkte konzipiert, die hohen Belastungen ausgesetzt sind. Es handelt sich dabei um einen additionsvernetzenden Festsilikonkautschuk. Er ist leicht pigmentierbar und kann entweder im Spritzguss- oder im Formpressverfahren verarbeitet werden. Das Produkt eignet sich besonders für medizinische und pharmazeutische Moldinganwendungen. Es wird in den Härtegraden 30, 50 und 70 Shore A angeboten. Im Endzustand erreicht der Werkstoff einen Weiterreißwiderstand von bis zu 50 N/mm (nach ASTM D 624 B).

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