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Meet the Experts – Implants Rückblick auf die Fachtagung über passive und aktive Implantate

Redakteur: Peter Reinhardt

Wenn der Medical Cluster einlädt, dann kommt nicht nur die Schweizer Medizintechnikbranche zusammen. Rund 220 Teilnehmer, darunter auch viele aus Deutschland, haben sich für die zweitägige Fachtagung „Meet the Experts – Implants“ in Interlaken angemeldet, bei der gleichermaßen über passive wie aktive Implantate gesprochen wurde.

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Auftakt zum „Meet the Expert – Implants 2013“ im Schweizer Interlaken. Begrüßung durch Organisator Peter Biedermann vom Medical Cluster.
Auftakt zum „Meet the Expert – Implants 2013“ im Schweizer Interlaken. Begrüßung durch Organisator Peter Biedermann vom Medical Cluster.
(Bild: Markus Zimmermann)

Einer Hochzeit komme die Tagung in diesem Jahr gleich, erfahren die Teilnehmer im Congress Centre Kursaal Interlaken direkt zu Beginn. Denn die Organisatoren der ehemals im Wechsel stattfindenden „Meet the Expert“-Veranstaltungen „Material- und Oberflächentechnologie für Implantate“ (Interlaken) und „Medical Manufacturing“ (Solothurn) haben sich für eine gemeinsame Zukunft entschieden. Und so gibt es für die rund 220 Teilnehmer am 22. und 23. April viel zu hören. Zwei Trends sind dabei festzustellen:

  • An Additive Manufacturing führt kein Weg vorbei.
  • Passive Implantate werden aktiv.

Das machen zum einen die Keynote-Speaker deutlich, wird aber auch von den zahlreichen weiteren Referenten gestützt.

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An Additive Manufacturing führt kein Weg vorbei

Stellvertretend für eine Vielzahl an Statements zum Status der Generativen Fertigung – auch Additive Manufacturing genannt – sei an dieser Stelle Dr. Kirsten Borchers vom Fraunhofer Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB zitiert. Sie ermuntert die Teilnehmer den Schritt zu den Implantaten der Zukunft zu wagen: „Mit Additive Manufacturing lassen sich komplexe Geometrien aus Metall, Keramik, Kunststoffen und Bio-Molekülen aufbauen, die zu einer besseren Materialqualität führen.“ Zwar sei der 3D-Druck von Organen noch Vision, doch der 3D-Druck von Prothesen aus elastischen Biomaterialien mit modifizierter Gelatine sei bereits heute Realität.

Passive Implantate werden aktiv

Vor allem Dr. Urban Schnell ist es, der in einer weiteren Keynote die Weiterentwicklung vieler ehemals passiver Implantate in heute aktive Implantate aufzeigt. Er weiß bereits viele gelungene Beispiele aufzuzählen: ein Cochlear-Implantat, eine Auto-Fokal-Intraocular-Linse oder ein druckgesteuertes Magenband, um nur einige wenige wiederzugeben. Klar wird jedoch: Viele Implantathersteller stehen vor einem Wandel, der gleichermaßen Herausforderung wie Chance ist.

Zur Tagungsdokumentation

Kontakt:

Medical Cluster

CH-3014 Bern

www.medical-cluster.ch

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