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Reinigungsanlage Roboterunterstützte Reinigung für Medizintechnik-Bauteile

Quelle: Pressemitteilung Martin Mechanic 2 min Lesedauer

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Martin Mechanic hat in enger Zusammenarbeit mit einem Kunden eine Reinigungsanlage für implantierbare Kleinteile entwickelt. Ein Roboter übernimmt das autonome Handling und garantiert lückenlose Prozessüberwachung im Drei-Schicht-Betrieb.

Implantierbare Kleinteile werden mit der neuen Anlage MRH221042 von Martin Mechanic für den medizinischen Einsatz chemisch gereinigt und behandelt.(Bild:  Martin Gruppe)
Implantierbare Kleinteile werden mit der neuen Anlage MRH221042 von Martin Mechanic für den medizinischen Einsatz chemisch gereinigt und behandelt.
(Bild: Martin Gruppe)

Die Produktion von Bauteilen für die Medizintechnik erfolgt in streng abgeschirmten Reinräumen. Das gilt v. a. auch für die Endprüfung implantierbarer Kleinteile, die vor ihrer Verpackung noch chemisch gereinigt werden müssen. Dafür hat Martin Mechanic gemeinsam mit einem Kunden die Reinigungsanlage MRH221042 entwickelt.

Teil der Reinigungsanlage ist der Fanuc-Roboter LRMate 200. Er begleitet den Waschbehandlungszyklus, der je nach Gebinde bis zu 30 Minuten dauern kann. Das Handling der feinen Teile erfolgt in Waschvorrichtungen, die vom Werker manuell bestückt werden. Ein Gebinde umfasst bis zu mehrere 100 Kleinteile, die im Drei-Schicht-Betrieb den Reinigungsprozess durchlaufen.

Der Roboter sorgt dafür, dass eine Schicht vollkommen autonom ablaufen kann. Je nach Produktvariante variiert der Waschvorgang, was den Einsatz von Chemie, deren Einwirkungsdauer auf die Bauteile und die Reihenfolge der Reinigungsbäder anbelangt. Dazu werden vorab alle Gebinde mit einem Barcode versehen. Jeder Prozess wird automatisch in Gang gesetzt und am Schluss abgestempelt.

Nach dem Durchlaufen aller Arbeitsschritte wandert der Behälter mit den Kleinteilen in eine Schublade. Mit dem Öffnen dieser Schublade durch den Werker versorgt ein Labelprinter das Gebinde automatisch mit allen relevanten Informationen.

Maßgeschneiderte Lösung durch enge Kundenkooperation

Martin Mechanic baute die MRH221042 in enger Zusammenarbeit mit seinem Kunden, der bereits über reichlich Erfahrung zum Wasch-Prozess verfügte. Diese Erfahrung konnte gemeinsam automatisierungsgerecht weiterentwickelt werden, heißt es vom Hersteller. Besondere Bedeutung kam dabei den Waschgestellen zu, da bestimmte Bereiche der Bauteile beim Reinigungsprozess freiliegen müssen, andere müssen abgedeckt sein. Die Messwerte-Parameter der Teile, die chemischen Hilfsstoffe, die Temperaturen und sogar die Tageszeiten werden pro Charge in einer Datenbank protokolliert.

Gesteuert wird die Anlage über die SZ-1500F von Siemens. Für die Datenprotokollierung ist ein separater PC im Einsatz, der wiederum über das lokale WLAN-Netz an eine Datenbank angebunden ist. Die Bedienung der Anlage erfolgt kontaktlos über RFID.

Die knapp 3,5 Quadratmeter große Reinigungsanlage ist teilweise in Edelstahl (VA) ausgeführt. 14 Monate brauchten die Sondermaschinenbauer für den reinen Maschinenbau. Hinzu kam ein weiteres halbes Jahr für die Validierung der Prozesse im medizinischen Bereich.

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