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Pöppelmann

Porträt: In einem Stall fing alles an

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Als Josef Pöppelmann vor 67 Jahren in einem Hühnerstall in Lohne eine Korkenfabrik gründet, kann er nicht absehen, welche Entwicklung dieser Betrieb nehmen wird. Heute fertigt der Kunststoffverarbeiter Pöppelmann Funktionsteile und Verpackungen für die Medizintechnik – auch unter Reinraumbedingungen.

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Josef Pöppelmann (Bild) funktioniert 1949 mit seinem Bruder Hubert einen Hühnerstall zur „Korkenfabrik Gebrüder Pöppelmann“ um.
Josef Pöppelmann (Bild) funktioniert 1949 mit seinem Bruder Hubert einen Hühnerstall zur „Korkenfabrik Gebrüder Pöppelmann“ um.
( Bild: Pöppelmann )

Flaschenverschlüsse, Schutzelemente, Pflanzentöpfe oder Laborgefäße – das Produktportfolio der Firmengruppe Pöppelmann ist vielfältig. Auf Basis einer einfachen Geschäftsidee gegründet, ist Pöppelmann noch heute ein Familienunternehmen. Mit seinen fünf Produktionsstandorten sowie über 550 Spritzgießmaschinen, Tiefziehanlagen und Extrudern ist es außerdem einer der wichtigsten Arbeitgeber im Oldenburger Münsterland und beliefert Kunden in mehr als 90 Ländern. Über 2.000 Mitarbeiter sind weltweit für den Erfolg des Unternehmens tätig. Doch der Reihe nach.

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Im Februar 1949 stellen die Brüder Josef und Hubert Pöppelmann einen „Antrag auf Genehmigung zur Eröffnung einer Korkenfabrik“ an die Stadtverwaltung im niedersächsischen Landkreis Vechta. „Die ersten Produkte waren Verschlüsse aus Kork von der Korkeiche, gefertigt auf einer Handschneidemaschine für Flaschenkorken“, erzählt Torsten Ratzmann, seit 2016 Vorsitzender der Geschäftsführung. „Für die jungen Unternehmer wurde ein alter Hühnerstall auf dem elterlichen Bauernhof in Brockdorf bei Lohne umfunktioniert.“

Der Weg vom Kork zum Kunststoff führt schließlich in den Reinraum

In die Kunststoff-Ära startete das noch junge Unternehmen im Frühjahr 1955 mit dem Kauf einer Spritzgussmaschine auf der „Deutschen Industrie-Messe Hannover“. In den Folgejahren wurden der Werkzeugbau und die Präsenz auf dem internationalen Kunststoffmarkt verstärkt. Auf die Einführung des Kapsto-Markenprogramms für Kappen und Stopfen folgten mit dem K-Tech-Programm die ersten technischen Kunststoff-Spritzgussteile und wenige Jahre später mit dem Teku-Programm Pflanztöpfe aus Kunststoff. „Die Firma hat ihre Kunststoffprodukte auf die vielseitigen Bedürfnisse verschiedener Branchen zugeschnitten“, fasst Ratzmann die Entwicklung der ersten drei Geschäftsbereiche zusammen.

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Pöppelmann; Bild: Pöppelmann; Ernst Mueller / Schilling Engineering; Strubl Kunststoffverpackungen; Wild & Küpfer; Uta Wagner / IW; gemeinfrei; Devicemed; Dassault Systèmes; Sensirion; Kraiburg TPE; DPMA; Raumedic; Rico Elastomere Projecting; Fraunhofer IPT; OpenBionics; Consense; ©auremar - stock.adobe.com; Chris Kettner; Transline; Die Storyfactory / Devicemed; BV-Med; Spectaris; Projekt HIPS; Radware; TITK; Volker Mai; Hochschule Stralsund; NUS National University of Singapore