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Actega Ob rot, gelb oder blau – TPE sind immer häufiger Werkstoff der Wahl

| Autor / Redakteur: / Kathrin Schäfer

Immer häufiger ersetzen TPE den Werkstoff Gummi. Biokompatibilität, Chemikalienbeständigkeit und Sterilisationsfähigkeit machen den Werkstoff für die Medizintechnik attraktiv. Die fast unbegrenzte Vielzahl von Möglichkeiten für den Werkstoffaufbau bietet Spielraum für kreative Anwendungen.

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TPE sind keine Massenwerkstoffe. Vor allem für besondere Produkte sind kundenspezifische, individuelle TPE-Werkstoffe erforderlich.
TPE sind keine Massenwerkstoffe. Vor allem für besondere Produkte sind kundenspezifische, individuelle TPE-Werkstoffe erforderlich.
(Bild: © digitalstock / Fotolia.com)

Die Möglichkeit der thermoplastischen Verarbeitung von TPE lässt die Anwendung etablierter Verfahren der Kunststoffindustrie, das Spritzgießen und Extrudieren, zu. Da der Vulkanisationsvorgang – die irreversible Warmaushärtung – und das Nachtempern entfallen, ist der Einsatz von TPE insbesondere in der Massenproduktion attraktiv. TPE sind dennoch keine Massenwerkstoffe. Vor allem für besondere Produkte sind kundenspezifische, individuelle TPE-Werkstoffe erforderlich. So nimmt die Typenvielfalt innerhalb der Werkstoffklasse stetig zu.

TPE werden für konkrete Anwendungen zugeschnitten. Die fast unbegrenzte Vielzahl von Möglichkeiten für den Werkstoffaufbau bietet sowohl Potenzial für anwendungsbezogene Verbesserungen als auch enormen Spielraum für kreative Anwendungen. In dieser Werkstoffklasse werden wichtige Eigenschaften für Verarbeiter, Produktentwickler und -designer vereint. Da TPE keine bedenklichen Weichmacher enthalten, eröffnen sich unzählige Möglichkeiten für die Verwendung in vielen Bereichen.

Medical-grade-Compounds für die Medizintechnik müssen Anforderungen erfüllen wie Biokompatibilität, physiologische Unbedenklichkeit, Medien- und Chemikalienbeständigkeit und Sterilisationsfähigkeit. Somit bieten sich zahlreiche Einsatzbereiche an, in denen es weniger um hochspezialisierte und hochtechnisierte Compounds geht, als vielmehr um besondere Eigenschaften wie leichte Einfärbbarkeit, Werthaltigkeit, bessere Oberflächenanmutung und Soft-Touch-Effekte.

Gut einzufärben und gleichzeitig chemikalienbeständig

Actega DS hält hier neben den Individuallösungen auch Standardprodukte bereit. Diese eignen sich vor allem für Overmolding-Anwendungen, bei denen die Hartkomponenten aus PP gefertigt werden. Die harte Komponente wird dabei ganz oder teilweise mit elastomerem Kunststoff überspritzt.

Die Produktreihe Provamed entspricht Medical-grade-Standards für den Einsatz in der Medizintechnik und Pharmazie, erfüllt europäische und FDA-Richtlinien, ist lebensmittelkonform und frei von Latex, Silikon, PVC und Phthalaten. Darüber hinaus werden mit der Produktreihe Provamould TPE-Alternativen in den Shore-Härten A40 – A75, unterschiedlicher Dichte von 0,89 g/ccm bis 1,17 g/ccm, transluzent, naturfarben oder transparent mit guten mechanischen Eigenschaften, guter Haftung, hoher Flexibilität und Eignung für den Lebensmittelkontakt für Spritzgussanwendungen angeboten. Damit lässt sich auch eine Massenfertigung mit Präzision und Kosteneffizienz realisieren.

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