Suchen

CSP Software

Neun typische Fehler im Produktionsprozess vermeiden

Seite: 3/3

Firmen zum Thema

Lösung: Mithilfe eines Chargenscans wird jedes Bauteil erfasst. Der Arbeitsprozess kann dann nur noch durchgeführt werden, wenn der Scan mit den Vorgaben übereinstimmt.

8. Ungenügende Dokumentation

Beim händischen Ausfüllen von Protokollen und Arbeitsberichten kann es sehr leicht zu Fehlern kommen: Einträge werden zum Beispiel vergessen oder auch absichtlich „geschönt“. Dies kann zu Problemen führen, sobald der Arbeitsvorgang bei Reklamationen oder aus Produkthaftungsgründen unter die Lupe genommen wird. Lösung: Das System dokumentiert alle Arbeitsgänge, die quittierten Arbeitsschritte, sämtliche Messwerte und den verantwortlichen Mitarbeiter automatisch in einer Datenbank.

Bildergalerie

9. Einstellungs- und Messfehler

Fehlerhafte Einstellungen sowie Messfehler im Arbeitsprozess beeinflussen – häufig unbemerkt – die Verarbeitung der Bauteile. Lösung: In der Software können Drehmoment- und Winkelgrenzen hinterlegt werden. Wird vom Werkzeug ein Wert gemessen, vergleicht das System diesen automatisch mit den vorgegebenen Parametern. Eine Fehlermeldung warnt den Werker, wenn die Parameter nicht übereinstimmen.

„Produzierende Unternehmen möchten ihre Qualität mit möglichst geringem Aufwand und zu geringen Investitionen sichern. Bei vielen unserer Kunden gerade im Automotive-Umfeld waren unter dieser Vorgabe Stichproben und statistische Kontrollen jedoch nicht ausreichend. Es hat sich daher bewährt, die Fehler schon im Prozess zu vermeiden, als diese im Nachhinein bei Qualitätsprüfungen aufzuspüren. Das Poka-Yoke-Konzept ist optimal dazu geeignet, in der Fließbandfertigung oder in der industriellen Nacharbeit die geplante Produktqualität sicher zu stellen“, erläutert CSP-Geschäftsführer Mario Täuber.

Das Konzept wurde von dem Softwareanbieter konsequent umgesetzt in der Software IPM Production Guide (IPM PG). IPM PG ist eine Werkerführung, die Mitarbeiter an Arbeitsstationen mit visueller Unterstützung anleitet und Arbeitsvorgänge voneinander abriegelt, bis erforderliche Einzelschritte einwandfrei erledigt wurden.

Fazit: Fehler lassen sich vermeiden

Das Poka-Yoke-Konzept beugt typischen Fehlern vor, die zum Beispiel aus Nachlässigkeit oder Unwissenheit heraus entstehen können. Technische Vorrichtungen am Arbeitsplatz sorgen dafür, dass alle Arbeitsschritte korrekt ausgeführt werden. Es werden beispielsweise nur die richtigen Werkzeuge zur Verarbeitung von Werkstücken zugelassen, und entsprechende Maßnahmen sorgen dafür, dass die zu bearbeitenden Werkstücke richtig in die Maschine eingelegt oder eingespannt werden. Egal ob Mitarbeiter am Fließband oder an Nacharbeits-Stationen zu kurz eingearbeitet wurden oder sich Fehler aufgrund von Routinen einschleichen – mit einfachen, aber unumgänglichen Kontrollschritten im Arbeitsprozess lässt sich die Endqualität eines Produkts auf einem gleichbleibend hohen Niveau halten.

Kontakt:

CSP GmbH & Co. KG

D-94431 Großköllnbach

www.csp-sw.de

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 42486314)