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Festo auf der Hannover Messe 2017

Neues aus der Bionik: Oktopus-Tentakel für die Robotik

| Redakteur: Sariana Kunze

Das Bionic Learning Network von Festo zeigt auf der Hannover Messe 2017 drei neue Konzepte aus dem Bionik-Zoo. Im Fokus stehen dabei neue Ansätze für die Mensch-Roboter-Kollaboration. Nach Vogel, Pinguin, Elefantenrüssel und Känguru folgt nun der bionische Greifer OctopusGripper – nach dem Vorbild eines Oktopus-Tentakels. Auch der Mensch diente den Ingenieuren als Vorbild, BionicCobot ahmt den Bewegungsabläufen des menschlichen Arms nach.

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Neues aus dem Festo-Zoo zur Hannover Messe 2017: Mit dem OctopusGripper stellt Festo einen bionischen Greifern nach dem Vorbild eines Oktopus-Tentakels vor.
Neues aus dem Festo-Zoo zur Hannover Messe 2017: Mit dem OctopusGripper stellt Festo einen bionischen Greifern nach dem Vorbild eines Oktopus-Tentakels vor.
(Bild: Festo)

Roboter sollen den Menschen bei der Arbeit als Assistenzsystem ohne Gefahr entlasten. Für die künftigen Produktionsprozesse sollen Mensch und Roboter immer stärker sich einen Arbeitsbereichen teilen, es entsteht eine kollaborativer Arbeitsraum. Festo stellt auf der Hannover Messe 2017 mit bionischen Leichtbaurobotern Alternativen zu klassischen Roboterkonzepten für die Mensch-Roboter-Kollaboration vor.

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1. Konzept: Leichtbauroboter mit menschlicher Bewegung

In seinen Bewegungsmustern ist der BionicCobot dem menschlichen Arm nachempfunden, von der Schulter über Oberarm, Ellbogen, Elle und Speiche bis zur Hand. Er macht sich dabei den natürlichen Wirkmechanismus von Bizeps- und Trizepsmuskel zunutze, also das effiziente Zusammenspiel von Beuger und Strecker, und das in allen seinen Gelenken. Dadurch kann er wie sein biologisches Vorbild feinfühlige Bewegungen ausführen.

Die Bewegungen des BionicCobot können je nach Bedarf kraftvoll und dynamisch, aber auch sensibel und nachgiebig geregelt werden, sodass das System selbst im Falle einer Kollision den Menschen nicht gefährdet. Ermöglicht wird dies durch die pneumatische Automatisierungsplattform „Festo Motion Terminal“, die hochpräzise Mechanik, Sensorik sowie komplexe Steuerungs- und Messtechnik auf engstem Raum vereint.

Je nach Aufgabenstellung lassen sich an den BionicCobot unterschiedliche Greifer anschließen. Seine Bedienung erfolgt intuitiv über ein eigens entwickeltes grafisches User Interface: Mit einem Tablet kann der Anwender die durchzuführenden Aktionen ganz einfach teachen und parametrieren. Anschließend lassen sich die definierten Arbeitsschritte per Drag and Drop in einer Zeitleiste beliebig aneinander reihen. Dabei wird der komplette Bewegungsablauf virtuell abgebildet und gleichzeitig simuliert. Schnittstelle zwischen dem Tablet und dem Festo Motion Terminal ist die Open-Source-Plattform ROS (Robot Operating System), auf der die Bahnplanungen der Kinematik berechnet werden.

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