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Dr. Fritz Faulhaber Mini-Antrieb für intrakorporales Pumpsystem

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Um das Herz beispielsweise nach chirurgischen Eingriffen zu unterstützen, ahmen minimal-invasive Pumpen das Herz-Kreislauf-System nach. Treibende Kraft der Pumpenreihe Impella von Abiomed Europe sind bürstenlose, elektronisch kommutierte DC-Motoren aus dem Hause Faulhaber. Sie sind genau auf deren Anforderungen abgestimmt.

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Die Mini-Blutpumpen der Baureihe Impella, die von der Abiomed Europe GmbH produziert werden, können je nach Modell bis zu fünf oder sogar zehn Tage im Körper bleiben und das Herz während seiner Regeneration unterstützen.
Die Mini-Blutpumpen der Baureihe Impella, die von der Abiomed Europe GmbH produziert werden, können je nach Modell bis zu fünf oder sogar zehn Tage im Körper bleiben und das Herz während seiner Regeneration unterstützen.
(Bild: Abiomed)

Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie chronisch ischämische Herzerkrankungen sowie der akute Myokard-Infarkt sind zwar behandelbar, allerdings besteht bei der Öffnung verschlossener Herzkranzgefäße die Gefahr einer hämodynamischen Instabilität. Um das Leben der Patienten nicht zu gefährden, gilt es also während und nach Operationen für stabilen Blutfluss zu sorgen. Diese Aufgabe können heute kleine minimalinvasive Pumpen übernehmen, sowohl in der Herzchirurgie als auch bei Eingriffen im Herzkatheterlabor.

Bis zu fünf Liter Förderleistung pro Minute

Die Mini-Blutpumpen der Baureihe Impella, die von der Abiomed Europe GmbH produziert werden, können je nach Modell bis zu fünf oder sogar zehn Tage im Körper bleiben und das Herz während seiner Regeneration unterstützen. Die Pumpe ahmt dabei das natürliche Herz-Kreislauf-System nach, bei dem sauerstoffreiches Blut aus der linken Herzkammer (Ventrikel) über die Aortenklappe in die aufsteigende Aorta transportiert wird, um von dort in die Koronargefäße und in den systemischen Kreislauf zu gelangen. Die Förderleistung beträgt bis zu 5 l/min . Da die Herzkammer dadurch entlastet wird, kann sich das Herz erholen.

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Die Pumpe richtig zu platzieren geht vergleichsweise schnell. Die Vorbereitungszeit liegt heute bei weniger als drei Minuten. Die Pumpe wird unter Durchleuchtungskontrolle mithilfe eines Führungsdrahtes über einen Standard-Zugang zur Femoralarterie im linken Ventrikel und in der aufsteigenden Aorta platziert. Dort wird das Blut durch den Einlassbereich über die Kanüle in Richtung Auslass transportiert, der natürlichen Flussrichtung des Blutes entsprechend. Die Aortenklappensegel können sich vollständig um die Kanüle schließen, da die Pumpe je nach Modell mit 4 bis 6,4 mm einen sehr kleinen Durchmesser hat.

Bürstenlose, elektronisch kommutierte DC-Motoren treiben die Pumpe an

Die Pumpleistung ist unabhängig von der Eigenleistung des Herzens: Weder ein Herzrhythmus als Trigger noch eine eventuell medikamentös aufrechtzuerhaltende minimale Kontraktionskraft sind erforderlich, um die von der Pumpe angebotene Förderleistung von 2,5 bis 5 l/min zu nutzen. Gesteuert wird die Pumpe über eine externe Konsole, mit der auch Einstellungen optimiert und die Wirkung überwacht werden.

Treibende Kraft der Pumpen sind bürstenlose, elektronisch kommutierte DC-Motoren von Faulhaber, die auf die Anforderungen des Impella-Projekts abgestimmt wurden. Bei einem Außendurchmesser von nur 4 mm bei der kleinsten Pumpe und 6,4 mm bei der größeren Variante liegt die Statorlänge bei 12 bzw. 18 mm. Mit einer Drehzahl von bis zu 51.000 U/min unterstützen die Kleinantriebe dann die Pumpleistung des Herzens. Die Motoren überzeugen aber nicht nur durch ihre Kompaktheit, den hohen Wirkungsgrad und ihre Zuverlässigkeit, sondern auch vom günstigen Preis-/Leitungsverhältnis. Letzteres ist wichtig, da die Pumpen als Einwegsysteme ausgelegt sind und deshalb in großen Stückzahlen produziert werden.

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