Chancen und Risiken für Medtech-KMU Mehr Innovationen statt Regularien
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Neue Exportmärkte erschließen, sich international aufstellen und die Medical Device Regulation meistern: Wo liegen hier aktuell Chancen und Herausforderungen für Medizintechnik-KMU? Das haben wir in einem exklusiven Gespräch mit Branchenvertretern herausgefunden.
Nach Angaben des Industrieverbandes Spectaris hat die deutsche Medizintechnik-Industrie das Jahr 2023 mit einem nur schwachen realen Umsatzwachstum abgeschlossen. Im Zeitraum Januar bis August 2023 lag der Gesamtumsatz laut Statistischem Bundesamt zwar nominal um mehr als 8,5 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums. Gleichzeitig sind aber auch die Erzeugerpreise um 6,8 Prozent gestiegen. Angesichts einer Exportquote von rund 67 Prozent kommt dem Auslandsgeschäft eine hohe Bedeutung zu. Deutschlands Auslandsumsatz legte auch im Jahr 2022 wieder um 2,7 Prozent auf rund 26 Milliarden Euro zu. Experten prognostizieren einen jährlichen Anstieg des Weltmarkts für Medizintechnik um etwa 5 Prozent in den kommenden Jahren, von dem Deutschland nach wie vor profitieren wird.
Der Weg in den Export für Medtech-KMU
Aber welche Exportmärkte sind aktuell für Medizintechnik-KMU attraktiv oder werden es in Zukunft werden? Die Region Südostasien ist momentan sehr spannend und divers. Indonesien und Vietnam sind große Märkte. Kleine Märkte, die aber kapitalkräftig sind, sind Singapur, Brunei und Hong Kong. „Malaysia ist ein gutes Einstiegsland“, weiß Alexander Glänzel, Area Sales Manager APAC bei der Hoffrichter GmbH und GHA Representative Southeast Asia. „Hier sind die Regularien nicht so schwer umzusetzen und Englisch ist als Sprache weit verbreitet.“ Auch Joachim Butzlaff, International Sales Manager bei der 3B Scientific GmbH, hat Erfahrung in der Region Südostasien: Seit 25 Jahren ist das Unternehmen dort vertreten, u. a. mit einer Niederlassung in Bangkok. „Wir haben so einen direkten Zugang zu Informationen und Kunden sowie ein eigenes Lager in der Region. Ein Vorteil, was die einheimische Währung und eine schnelle Lieferung angeht“, erklärt Butzlaff. Eine Hürde, mit der Unternehmen rechnen müssen, sind staatliche Ausschreibungen: Oft ist eine lokale Produktion erwünscht. Deshalb ist es für Medizintechnik-Unternehmen wichtig, sich im Vorfeld Informationen über die angestrebten Exportländer einzuholen.
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