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Verteidigung, Zivil- und Katastrophenschutz GHA und Spectaris gründen Arbeitsgemeinschaft für den Krisenfall

Quelle: Pressemitteilung Spectaris und GHA 2 min Lesedauer

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Die German Health Alliance und Spectaris haben die Arbeitsgruppe „Verteidigung, Zivil- und Katastrophenschutz Medizintechnik“ gegründet. Die Initiative reagiert auf wachsende sicherheitspolitische Risiken und stärkt die Resilienz der medizinischen Infrastruktur für Krisenfälle.

(Maks Lab - stock.adobe.com)
(Maks Lab - stock.adobe.com)

Pandemien, Naturkatastrophen, geopolitische Spannungen und strukturelle Veränderungen im Gesundheitswesen haben die Grenzen bestehender Versorgungsstrukturen aufgezeigt. Um dafür in Zukunft gewappnet zu sein, haben die German Health Alliance (GHA) und die Medizintechnik im Deutschen Industrieverband Spectaris gemeinsam die Arbeitsgruppe „Verteidigung, Zivil- und Katastrophenschutz Medizintechnik“ (AG VZKM) gegründet. Ziel der AG ist es, medizintechnische Lösungen, digitale Technologien und Mobilitätskonzepte stärker mit zivilen, militärischen und behördlichen Strukturen zu vernetzen und der Branche eine institutionalisierte Austauschplattform zu bieten. „Die Gründung der AG VZKM ist ein wichtiger Schritt, um unterschiedliche Akteure zusammenzubringen, Innovationen sichtbar zu machen und konkrete Lösungen für den Ernstfall zu entwickeln“, sagt Heike Lange, Head Medtec der GHA.

Die AG versteht sich als praxisorientierter Think-Tank, der – komplementär zu bestehenden Gremien – konkrete Projekte vorantreibt und Innovationspotenziale hebt. Dabei steht der Dual-Use-Gedanke im Zentrum: Medizintechnik soll im zivilen wie militärischen Kontext flexibel einsetzbar und skalierbar sein. „Deutschland muss besser auf Krisen vorbereitet sein. Dazu braucht es eine engere Verzahnung von Medizintechnik-Industrie, Politik und Anwendern. Die AG VZKM möchte hier als Brückenbauer wirken und gezielt Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit entwickeln“, erklärt Marcus Kuhlmann, Leiter Medizintechnik bei Spectaris.

Die Resilienz unserer Gesundheitsversorgung ist längst zu einer sicherheitspolitischen Kernaufgabe geworden.

Heike Lange, Head Medtec der GHA

Geplante Maßnahmen

Die Arbeitsgruppe plant u. a.:

  • Pilotprojekte im mobilen Gesundheitsschutz in Kooperation mit Behörden und Hilfsorganisationen
  • Dialogformate mit Politik und Anwendern, um Bedarfe und Lösungsansätze zu vernetzen
  • Positionspapiere zur Rolle der Medtech-Branche in der nationalen Krisenvorsorge
  • Mapping von Dual-Use-Potenzialen bestehender Produkte
  • Entwicklung einer Förderstrategie für Innovationen im Krisenkontext

Medizintechnik spielt in Krisen eine Schlüsselrolle

Die AG wird von den zwei Sprechern Aleksandar Smiljanic von der Karl Storz SE & Co. KG sowie David Pahl von der Bremedic Trade & Consulting GmbH geführt. „Medizintechnik spielt in Krisen eine Schlüsselrolle – von modularen Kliniken bis hin zu robotischer Assistenz. Unsere Aufgabe ist es, diese Lösungen zu bündeln, weiterzuentwickeln und praxistauglich zu machen“, sagt Smiljanic.

„Entscheidend ist, Innovationen schnell einsatzfähig zu machen und gemeinsam mit Anwendern zu testen. Nur so entsteht ein belastbares Ökosystem, das im Ernstfall funktioniert“, ergänzt Pahl.

Die AG VZKM richtet sich an Industrie, Kliniken, Behörden, Hilfsorganisationen und Netzwerkpartner – darunter Universitäts- und Bundeswehrkrankenhäuser, THW, DRK und weitere relevante Stakeholder. Mit der Gründung der AG VZKM streben GHA und Spectaris die Stärkung der Medizintechnik als systemrelevanten Partner in Krisenzeiten an – über die klassische Lieferfunktion hinaus hin zu einer aktiven Mitgestaltung eines resilienten Gesundheitswesens.

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