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Medical Tubing Medizinische Schläuche aus Verbundwerkstoffen

| Redakteur: Kathrin Schäfer

In der Region Languedoc, 50 km nördlich von Béziers angesiedelt, sitzt Medical Tubing. Die Firma hat sich, wie der Name schon sagt, auf die Extrusion von medizinischen Schläuchen in ISO-8-zertifizierten Reinräumen spezialisiert. Medical Tubing hat in den letzten drei Jahren über 500.000 Euro investiert, um sein Werk vollständig zu renovieren.

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Medical Tubing stellt Bubbleschläuche, außen gestreifte, mehrlumige sowie koextrudierte Schläuche aus medizinischen Verbundstoffen her.
Medical Tubing stellt Bubbleschläuche, außen gestreifte, mehrlumige sowie koextrudierte Schläuche aus medizinischen Verbundstoffen her.
(Bild: Medical Tubing)

Auf rund 250 m2 Reinraumfläche stellt das ISO-9001- und ISO-13485-zertifizierte Unternehmen koextrudierte oder mehrlumige, naturfarbene oder gefärbte Schläuche nach Maß in Durchmessern zwischen 1 und 20 mm her. Von sechs Extrusionsanlagen laufen drei im Rund-um-dieUhr-Betrieb. Bestimmt sind die Schläuche unter anderem für Anwendungen wie die künstliche Beatmung, Infusionen oder die extrakorporale Blutzirkulation.

Folglich erfüllen die verwendeten Verbundstoffe (PVC, PE, PU, PP) die Vorgaben der ISO-Norm 10993 hinsichtlich Zytotoxizität und Biokompatibilität. PVC wird von dem Unternehmen selbst hergestellt. Dadurch können die Schläuche preisgünstig und mit kurzen Lieferzeiten angeboten werden. Außerdem kann Medical Tubing seine Formeln hinsichtlich Härte (Shore A 90 bis Shore A 55), Weichmachern und Phthalatgehalt an den Kundenbedarf anpassen.

Das Schlauchkühlwasser hat Trinkwasserqualität

Im Rahmen seiner Renovierung hat das Unternehmen außerdem in ein Filtersystem investiert, welches das Schlauchkühlwasser nach der Extrusion reinigt. Dieses Wasser hat Trinkwasserqualität und bewegt sich in einem geschlossenen Kreislauf. Alle drei Monate wird es Analysen unterzogen. Eine externe Stelle überprüft außerdem regelmäßig die Luftqualität, wobei Feinstaubfilter eingesetzt werden. Laut Miloud Zehaf, Leiter der Qualitätsabteilung, wurde im Zuge der Renovierung auch die Qualitätsprüfung der Produkte verbessert. „Wir führen bakteriologische und Bioburden-Kontrollen im Arbeitsbereich, bei den Verbundstoffen und Schläuchen durch. Außerdem unterziehen wir unsere Verbundstoffe Reiz- und Hämolysetests nach ISO 10993-4 und 10993-10, um die Konformität unserer Schläuche sicherzustellen. Wir garantieren, dass unsere Verbundstoffe keinerlei Zusatzstoffe enthalten, und wir unterziehen unsere Schläuche am Ende des Produktionszyklus weiteren Biokompatibilitätstests.“

Alle Produkte werden auf Basis von medizinischen Harzen, FDA-zertifizierten Weichmachern (insbesondere DEHT, TOTM, DOA) gefertigt.

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