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Schnittstelle zwischen Weltraumtechnik und medizinischer Bildgebung
Das macht einmal mehr deutlich, welch großes Potenzial branchen-übergreifender Know-how-Transfer bietet. Auch die Schnittstelle zwischen Weltraumtechnik und medizinischer Bildgebung ist hier vielversprechend. Ein Technologietransfer-Event am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hatte kurz vor dem Jahreswechsel Verknüpfungspotenziale identifiziert und neue Möglichkeiten für Kooperationsprojekte erschlossen. Wegweisend ist hier unter anderem die telepräsente Steuerung von Weltraum-Robotern über eine VR-Brille (Virtual Reality) mit 3D-Blick für den Operator: Demonstriert wurde, wie zwei Leichtbauroboterarme verwendet werden können, um den humanoiden DLR-Roboter Space-Justin fernzusteuern. In der Weltraumtechnik erlaubt dies, Manipulationsaufgaben in fernen oder unzugänglichen Gebieten durchzuführen.
Noch mehr Möglichkeiten mit Virtual Reality
Doch zurück auf die Erde: Noch vor dem ersten Schnitt können Chirurgen dank Virtual Reality aus speziell aufbereiteten Daten der Computertomografie Eingriffe sehr genau planen. Forschern am Department of Biomedical Engineering der Universität und des Universitätsspitals Basel ist es gelungen, zweidimensionale Schnittbilder aus der Computertomografie in Echtzeit für eine virtuelle Umgebung aufzubereiten. Dahinter stecken eine ausgeklügelte Programmierung und leistungsstarke Grafikkarten. Das Team um Prof. Philippe C. Cattin konnte die Berechnungen so beschleunigen, dass die notwendige Bildrate erreicht wird. Das System mit der Bezeichnung „Specto-Vive“ ist sogar in der Lage, den Schattenwurf flüssig zu berechnen, um einen realistischen Tiefeneindruck zu vermitteln. Spätestens damit haben die behandelnden Ärzte nicht nur alles im Blick, sondern auch sicher im Griff.
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