France

Boston Scientific Medikamentenfreisetzende Stents

Redakteur: M.A. Frauke Finus

Auf dem Euro-PCR-Kongress in Paris sind Ende Mai die positiven Ergebnisse zweier Studien zur Behandlung von koronaren Herzkrankheiten mit Hilfe von medikamentenfreisetzenden Stents vorgestellt worden.

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Dr. John Ormiston attestiert dem Promus Premier Stent eine ausgezeichnete Sicherheit und Wirksamkeit.
Dr. John Ormiston attestiert dem Promus Premier Stent eine ausgezeichnete Sicherheit und Wirksamkeit.
(Bild: Boston Scientific)

In der ersten klinischen Human-Studie, Ng-Promus, wurde die Sicherheit und Wirksamkeit des Everolimus freisetzenden Platin-Chrom-Koronarstents Promus Premier, untersucht. Die Zwei-Jahres-Daten der Evolve-Studie wurden zum Vergleich von Wirksamkeit und Sicherheit des Everolimus freisetzenden bioresorbierbaren und polymerbeschichteten Plat in-Chrom-Koronarstent Synergy mit dem Promus-Element-Stent erhoben.

Hoher technischer Erfolg

Im Rahmen der klinischen Studie Ng-Promus wurden klinische und angiografische Resultate eines Einsatzes des Premier Stentsystems nach 30 Tagen untersucht. „Der Promus Premier Stent demonstrierte eine ausgezeichnete Sicherheit und Wirksamkeit, wobei kein Ereignis einer Revaskularisierung der Zielläsionen und keine Stentthrombose auftraten“, so Dr. John Ormiston, Mercy Angiography in Auckland City. „Darüber hinaus war die Rate des technischen Erfolgs, dem primären Endpunkt der Studie, mit 99 Prozent sehr hoch.“

Bei diesem Stent kommt eine maßgefertigte Stentarchitektur zum Einsatz, die Stabilität verleiht, ohne bei der Flexibilität Abstriche zu machen. Ein niederprofiliges Kathetersystem mit kurzer und gut sichtbarer Spitze, einem zweilagigen Ballon und dem Bi-Segment-Innenschaft tragen zu einer präziseren Platzierbarkeit auch bei komplexen Läsionen bei.

Bioresorbierbare Polymerbeschichtung bietet Langzeitnutzen

Prof. Ian Meredith, Monash Medical Centre in Melbourne, fasst die Zweijahres-Daten der Evolve-Studie zusammen: „Die klinischen Resultate zu Sicherheit und Wirksamkeit des Synergy Stents sind weiterhin beeindruckend. Nach zwei Jahren zeigte sich kein Anstieg der Revaskularisationsrate (TLR) von ein Prozent und der Stentthromboserate von 0 Prozent, die beim Stent mit voller Dosis schon nach einem Jahr beobachtet wurden. Interessanterweise erreicht der Unterschied zur TLR zwischen Promus-Element mit 6 Prozent und Synergy mit 1 Prozent nahezu eine statistische Signifikanz (p=0,07). Dies stützt unsere Hypothese, dass die bioresorbierbare Polymerbeschichtung des DES einen Langzeitnutzen im Vergleich mit einer dauerhaften Polymerbeschichtung bieten kann.“

Beim Synergy Stent kommt ein bioresorbierbares PLGA-Polymer zusammen mit dem Wirkstoff Everolimus zum Einsatz, die zusammen einen ultradünnen Film mit niedrigem Gewicht bilden, der auf der abluminalen, äußeren Fläche des Stents aufgebracht ist. Die patentierte PLGA-Beschichtung ist kurz nach Abschluss der Medikamentenfreigabe nach drei Monaten vollständig resorbiert, sodass allein ein Platin-Chrom-Stent zurückbleibt.

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