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Vision 2012

Medical Discovery Tour zeigt Bildverarbeitung für die Medizintechnik

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Kameras liefern Bilder in HD-Qualität

Wie herausfordernd das Applikationsspektrum von BV-Lösungen im medizinischen Umfeld sein kann, demonstrieren diese drei Aussteller der Medical Discovery Tour auf der „Vision 2012“: Chirurgen arbeiten immer häufiger mit der Unterstützung von Robotern und vor allem mit digitalisierten Echtzeitbildern, die hochauflösend und oftmals auch auf mehreren Displays angezeigt werden müssen. Diese sollen zum Beispiel Diagnosen, die präzise Positionierung von Implantaten oder das saubere Entfernen von Tumorgewebe erleichtern. Kameras für BV-Systeme die hier zum Einsatz kommen liefert beispielsweise Panasonic, Aussteller der MDT.

In der Mikroskopie dient die Kamera in Verbindung mit dem Monitor etwa dem OP-Team, um medizinische Details zu dokumentieren. „Durch die Full-HD-Qualität“, führt Wohlerdt aus, „können selbst kleinste Strukturen über das gesamte Farbfrequenzspektrum detailliert dargestellt werden. Außergewöhnliche Lichtempfindlichkeit und Dynamik sorgen zudem in hellen als auch dunklen Bildbereichen für hochwertige Bilder. „Dies sind Eigenschaften“, schlussfolgert Wohlerdt, „die etwa bei endoskopischen oder mikroskopischen Anwendungen entscheidend sein können.“ Zukünftige Ansprüche sieht der Produktlinien-Manager darin, Kamerasysteme noch flexibler in verschiedensten Anwendungen ohne Systemwechsel nutzen zu können, außerdem in automatischen Diagnosemöglichkeiten sowie in einer fortschreitenden Miniaturisierung, beispielsweise für Innenaufnahmen von Gefäßen.

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Große Datenmengen sicher übertragen

Eine weitere Herausforderung liegt vor allem darin, große Datenmengen zuverlässig in Echtzeit zu übertragen. Pleora Technologies, Aussteller der MDT, setzt hier auf die Gigabit-Ethernet-Vision-Schnittstelle (GigE Vision). Mit Video-over-Ethernet lassen sich unkomprimierte Daten auch effizient an unterschiedliche Orte wie ein Diagnosezentrum, Archiv und an Displays im OP-Saal übertragen.

GigE-Vision besitzt eine ganze Reihe von Vorteilen, etwa gegenüber alternativen Lösungen wie der CameraLink(CL)-Schnittstelle. Die Kabellänge zwischen Kamera und Host kann bis zu 100 Meter betragen, bei CL hingegen nur 10 Meter. Ferner lässt sich ganz einfach und kostengünstig ein verteiltes Netzwerk unterschiedlicher Topologie aufbauen. Ist eine höhere Bandbreite erforderlich, so kann ein System mühelos auf bis zu 10 GigE-Vision aufgerüstet werden. Ein weiterer Vorteil liegt in der Verwendung von kostengünstigen Standardkomponenten, zum Beispiel bei der Verkabelung. Nach Angaben von Pleora würden die Kosten für ein CL-Kabel bei etwa 100 US-Dollar und die des Ethernet-Kabels bei 10 US-Dollar liegen.

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