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Anwendertreffen Leichtrechner-Experten tauschen sich aus

Quelle: Pressemitteilung

Am 18. November informierte Arburg auf dem ALS-Anwendertreffen über neue Features und gab Tipps und Tricks. Als Praxisbeispiel war das Unternehmen Röchling Medical vertreten.

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Rund 60 ALS-Kunden nutzten die Gelegenheit, sich bei den Arburg-Experten in Loßburg über neue Features und Entwicklungen zum Leitrechnersystem zu informieren.
Rund 60 ALS-Kunden nutzten die Gelegenheit, sich bei den Arburg-Experten in Loßburg über neue Features und Entwicklungen zum Leitrechnersystem zu informieren.
(Bild: Arburg)

Trotz Pandemie informierten sich 60 Teilnehmer auf dem ALS-Anwendertreffen bei Arburg. Das Live-Event fand am 18. November Corona-konform in Loßburg statt. Für Arburg bietet das Event die Möglichkeit, wichtige Anregungen aus erster Hand zu erlangen und anhand dieser ALS kundenorientiert weiterzuentwickeln. Viele Anwender nutzten die Veranstaltung, um sich auszutauschen sowie wertvolle Tipps und Informationen zu neuen Features zu sammeln.

Peter Kowalewski, Gruppenleiter Digital Industrial Solutions Support, präsentierte zunächst zahlreiche Neuerungen von ALS bis zur aktuellen Version. Dazu zählt die Umstellung der Server-Module auf 64 Bit. Wichtig ist neben vielen Detailverbesserungen auch, dass personenbezogene Daten und digitale Fingerabdrücke von ehemaligen Mitarbeitern DSGVO-konform anonymisiert werden können.

Papierlose Fertigung und Smart Factory

Mithilfe des modularen Produktionsmanagementtools ist die papierlose Fertigung möglich. Welche Vorteile dies mit sich bringt, zeigte ALS-Experte Patrick Wahl live an einem Becher-produzierenden Allrounder 370 A. Dazu gab er per Tablet Einblicke in das Maschinen-Terminal mit den mobilen ALS-Modulen. Darüber lassen sich z. B. Prozessstatus und Produktionsfortschritt einsehen sowie aktuelle Kennzahlen zu OEE (Overall Equipment Effectiveness) und Qualität visualisieren. Weitere Ressourcen können hinzugefügt, Aufträge ohne Tippen direkt auf die Maschine geladen, Wartungen papierlos ausgeführt und versteckte Kapazitäten aufgedeckt werden. Das spare enorm Zeit, schaffe Transparenz und senke, hochgerechnet auf die teilnehmenden Unternehmen des Anwendertreffens, den Papierverbrauch um mehrere Tausend Kilogramm im Jahr.

ALS-Teamkollege Markus Widmaier gab Tipps und Tricks rund um die Themen Smart Factory und transparente Produktion. Dazu zählte die Einbindung von Nicht-Spritzgießmaschinen über das Kommunikationsprotokoll OPC UA und neue Maschinen-Widgets für das ALS-Infoterminal, das jetzt zudem als Lizenzmodell auf Coin-Basis verfügbar ist.

Praxisbeispiel zeigt Steigerung von Produktivität und Patientensicherheit

Ein Kunde, der viele der genannten Punkte bereits in der Praxis anwendet, ist die Firma Röchling Medical aus Waldachtal. Daniel Tobien, Head of Production, erläuterte in seinem Vortrag, wie das Medizintechnik-Unternehmen die Produktivität und Patientensicherheit steigern konnte. Seit dem Jahr 2018 wurden 1.400 aktive Werkzeuge sowie rund 65 Spritzgießmaschinen, davon 43 im Reinraum, und insgesamt 14 Montageautomaten und -linien an ALS angebunden. „Dadurch haben wir die Teilequalität gesteigert, die Abläufe verbessert und können unsere Prozesse optimal dokumentieren und analysieren“, betonte Daniel Tobien. „Der OEE ist nun die Kennzahl, die uns zeigt, wie gut oder schlecht die Fertigung läuft. Nach Einführung von ALS haben wir den OEE bereits von 40 auf 67 Prozent gesteigert und wollen uns noch weiter verbessern.“ Vor allem im Reinraum sei die papierlose Fertigung klar von Vorteil. Zudem plane Röchling Medical, künftig auch alle Peripheriegeräte in ALS zu integrieren und für die Spritzgießmaschinen zusätzlich die Energiekosten zu visualisieren.

Neue Features sind geplant

Die Arburg-Mitarbeiter Frank Hammann, Timo Weisser, Markus Friese und Christoph Klein gaben abschließend einen Ausblick auf die Integration von ALS in das Kundenportal Arburg X world und neue Software-Entwicklungen. So soll im ersten Quartal 2022 die ALS-Version 7.5 mit neuen Features verfügbar sein. Des Weiteren arbeitet das Unternehmen an der neuen Schnittstellen-Technologie „Rest API“, über die künftig auch andere Systeme unter Verwendung eines standardisierten Protokolls mit ALS kommunizieren können. Vorgestellt wurden auch das neue Modul „ALS Track & Trace“ zur Rückverfolgung von Teilen im Produktionsprozess und die Erweiterung des Maschinen-Terminals um neue Funktionalitäten.

Weitere Artikel über OEM-Komponenten und Werkstoffe finden Sie in unserem Themenkanal Konstruktion.

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