Anbieter zum Thema
Einerseits können diese durch Einscannen des Gipsabdrucks gewonnen werden. Angenehmer für den Patienten hingegen ist es, wenn die Mundsituation mit Intraoralscannern in der Zahnarztpraxis aufgenommen und an das Dentallabor übermittelt wird. Die Eosint M 270 reproduziert die Genauigkeit der Dentalscanner mit 20 µm und erzeugt somit sehr gute Ergebnisse. Im Nachgang verblendet der Zahntechniker die produzierten Kronen und Brücken mit Keramik (Bilder 1 bis 3 – siehe Bildergalerie).
Deutlich höhere Baugeschwindigkeit mit Laser-Sintern
Zuerst einmal hat die Digitalisierung der Arbeitsabläufe wirtschaftliche Vorteile, die sich in Form von Zeitersparnis und Ressourcenschonung niederschlagen. Mittels E-Manufacturing per Laser-Sintern lassen sich innerhalb von 24 h circa 450 Einheiten für Kronen und Brücken mit gleichbleibend hoher Qualität produzieren. Dies entspricht einer Baugeschwindigkeit von durchschnittlich etwa 3 min pro Einheit.
Mit dem herkömmlichen Gießfertigungsprozess kann ein Zahntechniker gegenwärtig pro Tag nur etwa 20 Gerüste für Zahnersatz herstellen. Die kurzen Prozesslaufzeiten der Eosint M 270 lassen sich in die Lieferzeiten der Dentalbranche problemlos einbinden.
Geringe Dimensionierung der Bauteile macht Laser-Sintern vorteilhaft
Ein entscheidender Vorteil für die erfolgreiche Etablierung der DMLS-Technik im Dentalbereich ist die geringe Dimensionierung der zahntechnischen Bauteile. Daraus resultieren, im Vergleich zu den konventionellen Techniken, viel effizientere Produktionszeiten. Außerdem wird der pulverförmige Werkstoff im Laser-Sinter-Verfahren nur an der Stelle verschmolzen, wo es die digitalen Daten dem Laserstrahl vorschreiben, somit kann überschüssiges Material wiederverwendet werden.
Außer der Arbeitszeitersparnis im Vergleich zur Gusstechnik kommen Einsparungen der benötigten Verbrauchsmaterialien wie Einbettmassen, Gusstiegel, Strahlsand oder Modellierwachse hinzu. Außerdem werden keine zusätzlichen bearbeitenden Werkzeuge und Geräte wie Fräskörper, Strahlkabinen, Vorwärmöfen und Gussmaschinen benötigt.
Reproduzierbare Eigenschaften und Präzision sprechen für das Laser-Sintern
Die hervorragende Präzision und die Reproduzierbarkeit der Produkteigenschaften sind die Hauptargumente für den Einsatz der Laser-Sinter-Technik im Dentalbereich. Das Herstellen von Metallgerüsten, bei denen es sich immer um individuelle Anfertigungen für den Patienten handelt, erfordert eine akkurate und zuverlässige Technologie.
So muss beispielsweise der Randspalt zwischen der Zahnversorgung und dem präparierten Zahn akkurat abschließen, um die Gefahr der weiteren Zahnschädigung zu minimieren. Zahnersatz muss außerdem einer langjährigen Anwendung im Mund standhalten.
Der Muffelguss ist aber stark fehlerbehaftet, denn als handwerklicher Prozess ist er vom Können des Technikers und der Hardware (Gussmaschine, Vorwärmofen) abhängig. Außerdem ist die Gefahr von Entmischungen, Einbindung von Einbettmassen, Rückständen und Porositäten höher (Bild 3).
Materialschmelzung per Laser-Sintern kontrollierter als beim Muffelguss
Die Materialschmelzung per Laser-Sintern hingegen erfolgt viel kontrollierter, denn mithilfe der Eosint M270 kann der Prozess genau beeinflusst und überwacht werden. Die zum Herstellen benutzten Parameter lassen sich festhalten und gewährleisten eine detaillierte Dokumentation der Bauteilerzeugung. Hinzu kommt, dass die Gefahr von Überhitzung oder Unterkühlung, wie sie beim Guss existiert, hier stark minimiert wird. Es entsteht ein nahezu hundertprozentig homogenes Gefüge (Bild 4).
(ID:28297910)
