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OAE-Simulator

Künstliches Ohr

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Eine wichtige Aufgabenstellung war die Ermittlung von Eigenfrequenzen, also Resonanzen im Schallübertragungsraum, da sie die Schallübertragung sehr negativ beeinflussen können. Ermittelt wurden diese Resonanzfrequenzen und deren Schwingungsformen mittels der multiphysikalischen Simulationsumgebung COMSOL.

Bei einem Messumfang eines OAE-Messgerätes von 500 bis max. 6.000 Hertz musste daher auf der Grundlage der Resonanzanalyse entschieden werden, dass zwei akustische Koppler benötigt werden. Ein akustischer Koppler mit einer Zylinderlänge von 21 mm kann ab 575 Hertz eingesetzt werden, unterhalb dieser Frequenzen ist dann ein kurzer Koppler (ohne Zylinder) zu verwenden.

... mit Stereolithographie

Die akustischen Koppelräume wurden von den beteiligten Forschern mittels Stereolithographie – also Schichtaufbau – auf der „SL-Anlage Viper2“ des Instituts für Polymertechnologien hergestellt und mit den akustischen Wandlern, einem Mikrofon und zwei Lautsprechern, ausgestattet.

Die akustischen Signale f1 und f2 der Sonde wurden empfangen. Die Frequenzen der Verzerrungsprodukte der OAE, welche hinreichend untersucht und bekannt sind, liegen bei 2×f1-f2 sowie 2×f2-f1. Diese Töne sowie die Reiztöne – mit verminderter Amplitude, da nur Reflexionen – wurden der OAE-Sonde wieder dargeboten.

Letztlich wurde der Nachweis erbracht, dass das akustische Verhalten bezüglich der otoakustischen Emissionen eines intakten, menschlichen Ohres mit technischen Mitteln nachgebildet werden kann und somit der Aufbau eines objektiven Prüfverfahrens für OAE-Messgeräte möglich ist.

Institut für Polymertechnologien e.V.,

D-23966 Wismar,

www.ipt-wismar.de/

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