Pro & Kontra

Künstliche Intelligenz: Gefahr oder Heilsbringer?

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Künstliche Intelligenz in der Medizintechnik – für die Redaktion von Devicemed ist sie einmal mehr Anlass für ein (nicht ganz ernst gemeintes) Streitgespräch.
Künstliche Intelligenz in der Medizintechnik – für die Redaktion von Devicemed ist sie einmal mehr Anlass für ein (nicht ganz ernst gemeintes) Streitgespräch. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Künstliche Intelligenz ist autark und lernfähig – und sie ist bereits heute nicht mehr aus der Medizin wegzudenken. Wer würde allein die riesigen Datenmengen auswerten können, die beispielsweise in der medizinischen Bildgebung anfallen? Dennoch: Viele nehmen Künstliche Intelligenz eher als Bedrohung denn als Arbeitserleichterung wahr.

Tatort Berlin

„Bald wird künstliche Intelligenz MRT-Bilder schneller und besser befunden als Ärzte. Roboter werden Operationen präziser durchführen als Chirurgen“, Kathrin Schäfer, Redakteurin.
„Bald wird künstliche Intelligenz MRT-Bilder schneller und besser befunden als Ärzte. Roboter werden Operationen präziser durchführen als Chirurgen“, Kathrin Schäfer, Redakteurin. (Bild: VCG)

Kathrin Schäfer, Redakteurin: Bald wird künstliche Intelligenz MRT-Bilder schneller und besser befunden als Ärzte. Roboter werden Operationen präziser durchführen als Chirurgen. Und lernfähige Laborsoftware setzt so viele Werte zueinander in Beziehung, wie dies kein menschliches Gehirn jemals vermag.

Doch auch wenn menschliche Begrenzungen und Fehlleistungen ausgeschlossen werden, zieht die Technologie neue Gefahren nach sich. Ich erinnere nur an den jüngsten Berliner „Tatort“, in dem ein manipulierter Kaffeeroboter seinen Besitzer getötet hat: Letztendlich ist die Technik dann doch nur so gut wie der Mensch, der sie programmiert – im technischen wie im ethischen Sinne.

Fortschritt fördern

„Gerade in der Medizin gibt es riesiges Potenzial für Künstliche Intelligenz: Die Erkennung von Hautkrebs oder seltenen Krankheiten sind nur zwei Beispiele von vielen“, Peter Reinhardt, Chefredakteur von Devicemed.
„Gerade in der Medizin gibt es riesiges Potenzial für Künstliche Intelligenz: Die Erkennung von Hautkrebs oder seltenen Krankheiten sind nur zwei Beispiele von vielen“, Peter Reinhardt, Chefredakteur von Devicemed. (Bild: VCG)

Peter Reinhardt, Chefredakteur: Nun muss also der „Tatort“ herhalten, um nicht nur Mord und Totschlag (keine Frage der Ethik) zu diskutieren, sondern auch noch Technik. Nein, liebe Kollegin, da lasse ich mir nicht von einem Filmemacher Bange machen. Künstliche Intelligenz kommt – und das mit exponentieller Geschwindigkeit.

Denn wenn mich die natürliche Intelligenz eines gelehrt hat, dann, dass sich Fortschritt nicht aufhalten lässt. Man muss zwar nicht alles mögen, was in den Silicon Valleys entsteht, aber aufhalten kann man es nicht. Und gerade in der Medizin gibt es riesiges Potenzial: Die Erkennung von Hautkrebs oder seltenen Krankheiten sind nur zwei Beispiele von vielen.

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