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Formnext Implantate aus dem Freeformer

Redakteur: Kristin Breunig

Die Formnext findet in diesem Jahr vom 16. bis 19. November in Frankfurt statt. Arburg präsentiert dort u. a. einen Freeformer der Kunststoffgranulat zu individualisierten Schädelknochenimplantaten verarbeitet.

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Premiere auf der Formnext 2021: Ein Freeformer 300-3X verarbeitet erstmals medizinisch zugelassenes PEEK.
Premiere auf der Formnext 2021: Ein Freeformer 300-3X verarbeitet erstmals medizinisch zugelassenes PEEK.
(Bild: Arburg)

Arburg präsentiert auf der Formnext 2021 ein breites Spektrum an Maschinen, Anwendungen und Bauteilbeispielen. Besonders interessant ist die Fertigung von Implantaten aus medizinisch zugelassenem PEEK (Polyetheretherketon). „Mit PEEK haben wir unser Materialspektrum deutlich erweitert. Das medizinisch zugelassene Original-Kunststoffgranulat, ist in der Additive-Manufacturing-Branche äußerst gefragt. Zudem ist dieser Werkstoff für technische Teile interessant“, erklärt Martin Neff, Abteilungsleiter Arburg Kunststoff-Freiformen bei Arburg.

PEEK ist besonders für medizintechnische Anwendungen interessant. Auf der Formnext verarbeitet ein für Hochtemperatur-Anwendungen ausgelegter Freeformer 300-3X das originale Kunststoffgranulat „Vestakeep i2 G“ des Partners Evonik zu individualisierten Schädelknochenimplantaten. Das für dauerhaft implantierbare Medizinprodukte zugelassene Originalmaterial erweitert das Anwendungsspektrum für das Arburg Kunststoff-Freiformen (AKF). Das AKF-Verfahren sei nach eigenen Angaben für den Praxiseinsatz in der Medizintechnik auch deshalb besonders interessant, weil sich damit die Prozessqualität zuverlässig dokumentieren und jedes Bauteil eindeutig rückverfolgen ließe.

Eine weitere medizintechnische Anwendung wird im Rahmen eines Verbundprojekts mit der Uniklinik Basel demonstriert, die einen Freeformer 200-3X im Einsatz hat. Das Exponat in Frankfurt fertigt resorbierbare Implantate Resomer LR 706 (Composite aus poly L-lactide-co-D,L-lactide und ß-TCP). Dieses Polymer-Composite der Firma Evonik enthält 30 Prozent keramische Zusätze. Das Bauteil ist so stabiler und gibt zudem Calcium ab, um den Knochenaufbau zu fördern.

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