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Vogel Stiftung / Prostata Hilfe Deutschland

Großer Andrang beim ersten Infotag Prostatakrebs

| Autor: Peter Reinhardt

Mit etwa 26 Prozent aller Krebserkrankungen ist Prostatakrebs die häufigste Tumorerkrankung bei Männern – und damit dem Brustkrebs bei Frauen vergleichbar. Gemeinsam mit der Prostata Hilfe Deutschland e.V. hat die Vogel Stiftung zwei Tage vor dem Weltkrebstag zum 1. Infotag Prostatakrebs in Würzburg geladen.

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Als Schirmherrin hat die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml die mehr als 600 Teilnehmer des 1. Infotags Prostatakrebs am 2. Februar 2019 im Würzburger Vogel Convention Center an den gesetzlich garantierten Anspruch auf Vorsorgeuntersuchungen ab dem 45. Lebensjahr erinnert: „Männer, seid keine Vorsorgemuffel“, so ihr Appell.
Als Schirmherrin hat die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml die mehr als 600 Teilnehmer des 1. Infotags Prostatakrebs am 2. Februar 2019 im Würzburger Vogel Convention Center an den gesetzlich garantierten Anspruch auf Vorsorgeuntersuchungen ab dem 45. Lebensjahr erinnert: „Männer, seid keine Vorsorgemuffel“, so ihr Appell.
( Bild: Reinhardt / Devicemed )
  • Männer sind leider „Vorsorgemuffel“
  • 13.000 Tote pro Jahr in Deutschland
  • Rückkehr zum PSA-Wert

Mit mehr als 600 Teilnehmern waren alle Plätze beim 1. Infotag Prostatakrebs am 2. Februar im Würzburger Vogel Convention Center belegt. Diese Gelegenheit hat die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml als Schirmherrin gerne genutzt, um den 600 überwiegend männlichen Teilnehmern fortgeschrittenen Alters auf dem 1. Infotag Prostatakrebs zuzurufen: „Seid keine Vorsorgemuffel!“ Sie erinnerte daran, dass Männer ab dem 45 Lebensjahr einen gesetzlich garantierten Anspruch auf eine Vorsorgeuntersuchung pro Jahr haben.

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Tumorerkrankung mit vielen Gesichtern

Und die sollte tunlichst auch in Anspruch genommen werden. „Denn rechtzeitig erkannt und behandelt beträgt die Überlebensrate zehn Jahre nach einer Diagnose gut 90 Prozent“, so der Urologe Dr. Frank Schiefelbein, einer der drei Gründer und Vorsitzender der Deutschen Prostata Hilfe. Jedoch sei Prostatakrebs eine Erkrankung mit vielen Gesichtern, bei der das Alter noch vor der genetischen Veranlagung größter Risikofaktor sei.

Basisuntersuchung zur Vorsorge ist die sogenannte Tastuntersuchung, für die die Krankenkassen aufkommen. Sie kann begleitet werden von einer Betrachtung des PSA-Wertes. Dieser sei zwar in der Vergangenheit zurecht in die Kritik geraten, „doch wurden die falschen Schlüsse gezogen“, so Schiefelbein. Inzwischen sei klar, dass die Mortalität ohne Berücksichtigung dieses Wertes steige. Er fordert daher, diesen Wert wieder häufiger zu betrachten.

Bedauerlich ist, dass die Kosten für die Feststellung des sogenannten PSA-Wertes in Höhe von etwa 20 Euro derzeit nicht von den Krankenkassen übernommen werden. Dazu der Würzburger FDP-Bundestagsabgeordnete Andrew Ullmann in der „Mainpost“: „Es ist ein Unding, dass der Vorsorgebluttest erst im Januar 2022 zur Regelleistung für gesetzlich Versicherte wird.“ Die Daten seien schon heute vorhanden. „Hier verstreicht unnötig Zeit, zu Lasten der Gesundheit“, so Ullmann, der als Facharzt für Innere Medizin FDP-Obmann im Gesundheitsausschuss ist. Endgültigen Aufschluss darüber, ob tatsächlich Prostatakrebs vorliegt, kann jedoch nur eine Biopsie geben.

65.000 Prostatakrebsdiagnosen pro Jahr in Deutschland

Alleine in Deutschland stellen Urologen rund 65.000 Mal pro Jahr die Diagnose Prostatakrebs. Mehr als 13.000 Männer sterben hierzulande an dieser Tumorerkrankung. Das muss nicht sein. Denn die Chancen auf Heilung sind so gut wie bei kaum einer anderen Krebserkrankung. Grund genug, vor zwei Jahren den Deutsche Prostata Hilfe e.V. zu gründen, der nun zum 1. Infotag eingeladen hatte. „Nur jeder vierte Mann geht zur Vorsorge. Das zu ändern ist unser Ziel“, erklärt Dr. Knut Müller, Mit-Gründer des Vereins und zuständig für Organisation und Finanzen. Mit einem seriösen, fachlich fundierten und verständlichen Gesundheitsportal im Internet will der gemeinnützige Verein zur Aufklärung beitragen.

Vogel Stiftung fördert Deutsche Prostata Hilfe e.V.

Gefördert wird die Deutsche Prostata Hilfe unter anderem von der Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp. Diese hat den Verein nicht nur mit 30.000 Euro unterstützt, sondern auch die Räumlichkeiten des Vogel Convention Centers für den 1. Infotag Prostatakrebs zur Verfügung gestellt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 konzentriert sich die Vogel Stiftung auf die Schwerpunkte

  • Bildung
  • Wissenschaft
  • Gesundheitswesen
  • Kultur

„Die Teilhabe am Leben – über alle Generationen hinweg – steht stets im Mittelpunkt unseres Handelns“, so Stiftungsgründer Dr. Kurt Eckernkamp, der zugleich Verleger und Aufsichtsratsvorsitzender der Vogel Communications Group ist, in der neben rund 100 Fachmagazinen und -protalen unter anderem auch Devicemed erscheint. Die Ziele der Stiftung, die ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke verfolgt, haben sich seit der Gründung nicht geändert:

  • Exzellente Forschung fördern und ermöglichen
  • Kulturelle Angebote und Engagement stärken
  • Wissenschaftliche Aus- und Weiterbildung unterstützen

Die Vogel Stiftung engagiert sich ausschließlich für gemeinnützige Projekte in der Region Würzburg. Neben finanzieller Förderung kann die Stiftung den Erfolg der Projekte auch durch ihre Netzwerke, Kontakte und den Zugang zu weiteren Ressourcen wie dem Vogel Convention Center und der Vogel Communications Group unterstützen.

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