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Ekso Bionics Gangroboter Ekso erstmals in Deutschland

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

Mit Hilfe des Gangroboters Ekso Skelett von Ekso Bionics können gelähmte und gehbehinderte Menschen sich auf eigenen Beinen gehend fortbewegen. Das Skelett wird über Kleidung und Schuhe der Patienten angezogen und mit Bändern sicher fixiert.

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Das batteriebetriebene Gerät wird über Handbewegungen gesteuert und erkennt mittels Sensoren computergestützt in Echtzeit die Absichten des Anwenders, berechnet die Bewegung und führt sie entsprechend aus.
Das batteriebetriebene Gerät wird über Handbewegungen gesteuert und erkennt mittels Sensoren computergestützt in Echtzeit die Absichten des Anwenders, berechnet die Bewegung und führt sie entsprechend aus.
(Bild: Ekso Bionics)

Die Schön Klinik in Bad Aibling setzt als erstes Rehabilitationszentrum in Deutschland den Gangroboter für Menschen mit Querschnittlähmung und Patienten nach einem Schlaganfall ein. Im Rahmen dieser Therapie sind über das Skelett verschiedene Motoren und Sensoren an Knie- und Hüftgelenken angebracht.

Bewegungen des Oberkörpers werden in Schritte übersetzt

Mit der Beugung des Oberkörpers setzt der Patient, begleitet von zwei Physiotherapeuten, Bewegungsimpulse wie Aufstehen und Gehen. Diese werden über Sensoren vom Computer in eine Bewegung und damit in Schritte übersetzt. Wiederaufladbare Batterien in einem Rucksack sorgen für Energieversorgung für bis vier Stunden Gehzeit. Die ersten Erfahrungen in Bad Aibling haben gezeigt, dass bereits nach ein bis zwei Trainingsstunden Patienten bis zu 30 Meter in Begleitung von zwei Physiotherapeuten gehend zurücklegen können.

„Wir freuen uns, dass durch die Schön Klinik Bad Aibling unsere Vision jetzt auch in Deutschland Wirklichkeit wird: Wir wollen durch den Einsatz von neuesten Technologien Menschen dabei helfen, ihre momentanen physischen Einschränkungen neu zu bewerten und das Bemerkenswerte zu erreichen“, erklärt Manuel Landeira von Ekso Bionics.

Weiterentwicklung wird angestrebt

„Die aufrechte Körperhaltung hat ganz konkrete Vorteile, so kann einem Wundsitzen und vermutlich auch einer Osteoporose vorgebeugt werden“, erklärt Oberarzt Dr. Hans Brunner. Er nennt aber auch die Kontraindikationen. Wer eine instabile Wirbelsäule oder zu starke Spastiken hat oder sich nur schwer mit den Armen abstützen kann, profitiert von einer Behandlung noch nicht.“ Ob und welche Körperwerte sich verbessern, wird wissenschaftlich untersucht – die Schön Klinik strebt hier die Teilnahme an einer weltweiten Multicenter-Studie an, um so bei der Weiterentwicklung des Geräts mitzuarbeiten. In einer zweiten Studie soll untersucht werden, ob auch Patienten mit einer Halbseitenlähmung vom Training mit dem Therapieroboter profitieren.

Kontakt:

Ekso Bionics

D-80636 München

www.eksobionics.com

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