Das EU-Projekt Umbrella zielt auf verbesserten Umgang mit Schlaganfällen ab. Dafür haben Partner aus führenden Krankenhäusern sowie der Industrie die gesamte Erkrankung im Blick – von Prävention über Diagnose und Behandlung bis hin zur Rehabilitation.
Siemens Healthineers und das Vall D’Hebron Research Institute sind führende Partner innerhalb des Umbrella-Projekts.
(Bild: Vall D’Hebron Hospital, Spanien)
Zusammen mit über 20 Partnern aus der Industrie und dem öffentlichen Sektor, darunter sieben führende Schlaganfallkliniken, möchte Siemens Healthineers die Schlaganfallbehandlung für Patienten in ganz Europa verbessern. Das Kollaborationsprojekt Umbrella hat ein Gesamtvolumen von 26,9 Millionen Euro. Dieses wird zum Teil von der Innovative Health Initiative (IHI), einer öffentlich-privaten Partnerschaft für Gesundheitsforschung und Innovation zwischen der EU und der europäischen Life-Science-Industrie, finanziert, und zum anderen durch die beteiligten Industriepartner. Umbrella steht für Unleashing a Comprehensive, Holistic and Patient Centric Stroke Management for a Better, Rapid, Advanced and Personalised Stroke Diagnosis, Treatment and Outcome Prediction. Geleitet wird das Projekt, welches Krankenhäuser in Belgien, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Spanien und der Schweiz umfasst, vom Vall d’Hebron Institute of Research (Barcelona, Spanien) und Siemens Healthineers, das mit einem Investitionsanteil von 6,7 Millionen Euro größter Industriepartner ist.
Zwei Entwicklungen von Siemens Healthineers sind zentral für das Projekt: Die erste, eine neuartige Schlaganfall-Konnektivitätsplattform1, soll Kommunikationslücken im akuten Versorgungspfad für einen Schlaganfall schließen und Daten von Patienten digitalisieren. Zweitens ermöglicht eine föderierte, also auf Kollaboration ausgelegte, Daten- und Lernplattform1 den Forschenden, Algorithmen für eine große Anzahl von Datensätzen auf sichere Weise zu erstellen und zu validieren.
Umbrella-Projekt soll Schlaganfallbehandlung und -prävention verbessern
Allein in der EU sterben jedes Jahr etwa 460.000 Menschen an einem Schlaganfall. Rund zehn Millionen Überlebende müssen mit den Folgen leben. Schlaganfall ist somit eine der Hauptursachen für Behinderungen in Europa.2 Angesichts einer alternden Bevölkerung und zunehmender Risikofaktoren wie Fettleibigkeit oder Diabetes steigt die Zahl an Neuerkrankungen weiter an. Ziel des Projekts ist es, die Protokolle für die Schlaganfallbehandlung zu verbessern und zu standardisieren, sie in den teilnehmenden klinischen Zentren zu validieren und zum Nutzen aller Betroffenen in die europäischen Leitlinien aufzunehmen.
Darüber hinaus konzentriert sich das Projekt auf die Entwicklung und Validierung KI-gestützter und auf realen Daten basierender Algorithmen. All das soll die Diagnose verbessern, die Zeit bis zur Behandlung verkürzen und Langzeitschäden verhindern.
„Umbrella ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie Technologie und Kooperation den Therapieerfolg für Patienten verbessern können – und das gesteigert durch Spitzentechnologien. Dies kann wesentlich zur Schließung von Versorgungslücken im Gesundheitswesen beitragen“, sagt Peter Schardt, Chief Technology Officer bei Siemens Healthineers. „Partnerschaften wie diese bieten eine besondere Gelegenheit, Ergebnisse zu erzielen, die für eine einzelne Organisation allein nicht realisierbar wären.“
Carsten Bertram, Leiter Advanced Therapies bei Siemens Healthineers, ergänzt: „Gemeinsam mit führenden klinischen Partnern wollen wir die Schlaganfallbehandlung optimieren und dem Wiederauftreten von Schlaganfällen entgegenwirken – durch Digitalisierung und moderne Bildgebung. Dieses Projekt ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu unserem Ziel, die weltweite Belastung durch Schlaganfälle zu verringern.“
Neuartige Konnektivitätsplattform für schnelleren Informationsaustausch
Das Projekt will mithilfe einer neuartigen Schlaganfall-Konnektivitätsplattform1 von Siemens Healthineers die Kommunikation zwischen Rettungsdiensten und Krankenhäusern der Erst- und Vollversorgung verbessern und bestehende Datensilos aufbrechen. Mit dem Ziel einer schnelleren Behandlung von akuten Schlaganfällen will die Plattform Lücken im Behandlungspfad überbrücken und eine optimierte Kommunikation sowie einen reibungslosen Austausch von Informationen ermöglichen. Hierzu zählen etwa demografische Daten von Patienten, Vitalparameter, Schweregrad des Schlaganfalls oder Computertomographie(CT)-Bilder. So lässt sich auch eine Kombination von Datenpunkten digitalisieren, die heute nicht in Schlaganfallregistern gespeichert sind.
Datenschutz ist gegeben
Die föderierte Daten- und Lernplattform1 soll dazu beitragen, Datenbestände mit harmonisierten Realdaten aus den teilnehmenden Krankenhäusern aufzubauen. Bei Umbrella kommt eine dezentrale Lerninfrastruktur zum Einsatz, die anhand der föderierten Daten das lokale Training und die Validierung KI-basierter Algorithmen ermöglicht. So werden der Austausch von Daten realer Patienten zwischen den Partnern vermieden und gleichzeitig regionale Datenschutzanforderungen eingehalten. So können die Forschenden klinische Hypothesen formulieren und Algorithmen auf einer großen Anzahl harmonisierter europaweiter Datensätze erstellen und validieren – beispielsweise für eine schnelle und präzise Schlaganfalldiagnose, personalisierte Behandlungsstrategien oder die Vorhersage von Therapieergebnissen und möglichen Rückfällen.
Stand: 08.12.2025
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Anmerkungen
1 Sowohl die Konnektivitätsplattform als auch die föderierte Daten- und Lernplattform befinden sich in der Entwicklung und sind nicht kommerziell verfügbar. Die zukünftige Verfügbarkeit kann nicht garantiert werden.
2 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7382540/ (zuletzt aufgerufen am 24. September 2024