Bluhm Systeme

Etikettierer und Roboter machen Blister versandfertig

| Redakteur: Frauke Finus

Automation: Ein Roboter führt den Karton vor den Etikettendruckspender.
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Automation: Ein Roboter führt den Karton vor den Etikettendruckspender. (Bild: Bluhm Systeme)

B.Braun produziert am Schweizer Standort Escholzmatt vornehmlich Infusionsartikel für den internationalen Markt. Damit die großen Mengen an Ware rechtzeitig in die ganze Welt verschickt werden können, arbeiten in einer vollautomatischen Blisterverpackungsanlage drei Industrieroboter und zwei Etikettendruckspender Hand in Hand.

In einer vollautomatisierten Blisterverpackungsanlage bei B.Braun bedrucken Etikettendruckspender von Bluhm Systeme Etiketten und bringen sie auf Blisterverpackungen auf. In der Vergangenheit wurden die Arbeitsschritte offline mit einer separaten Etikettiermaschine erledigt.

Heute arbeitet eine vollautomatische, in die Anlage integrierte Einheit von Robotern und Druckspendern zusammen. Die Daten werden über eine SPS ausgetauscht. Die Maschinenführer betreten die Zellen nur, um Etikettenrollen und Farbband nachzufüllen.

Schonend und schnell etikettieren

Fertige Blister werden zunächst einmal von einem Roboter aufgenommen und in Kartons verpackt. Die befüllten Kartons nimmt dann ein zweiter Roboter auf und führt sie zum Etikettieren vor den Spendestempel des Etikettendruckspenders Legi-Air 4050 E. Die Daten für den Druckauftrag, wie Chargenbezeichnung, das Mindest-Haltbarkeits-Datum, ein EAN-Barcode und weitere produktionsrelevante Daten, erhält der Legi-Air von der SPS. Mit 300 dpi Auflösung wird das Etikett bedruckt und präzise auf den Karton aufgebracht.

Weniger Verschleiß am Spendestempel

Damit der Spendestempel beim Etikettiervorgang den Karton nicht wegschiebt, wird das Etikett im sogenannten Tamp-blow-Verfahren per Luftstoß auf die Kartonoberfläche aufgeschossen, ohne diese dabei zu berühren. Dieses besonders schonende Verfahren hat noch einen weiteren Vorteil, denn es gibt kaum einen mechanischen Verschleiß am Spendestempel. Ist der Etikettiervorgang abgeschlossen, signalisiert der Etikettendruckspender dem Roboter, dass der Karton fertig etikettiert ist und in den schon bereitstehenden Umkarton gestapelt werden kann. Schließlich greift ein dritter Roboter den fertig gepackten Umkarton und meldet sich per Schnittstellensignal beim nächsten Legi-Air 4050 E an. Dieser sorgt dann dafür, dass der Versandkarton in der bereits beschriebenen Weise das entsprechende Versandetikett bekommt.

Die zwei Etikettendruckspender bearbeiten dank einer Leistung bis 210 Etiketten pro Minute mehr als 1.000 Kartons am Tag. Um dieses Pensum zu schaffen, sind die Etikettierer in der Lage, Etikettengroßrollen mit einem maximalen Durchmesser von 300 mm bis maximal 450 m Lauflänge zu verarbeiten. Dadurch sind weniger Anlagenstopps für einen Rollenwechsel notwendig.

RFID-Etikettierung ist auf Wunsch möglich

Der Etikettendruckspender Legi-Air ist in modularer Bauweise verfügbar und kann deshalb an verschiedene Anwendungen angepasst werden. Er ermöglicht außerdem auf Wunsch eine RFID-Etikettierung. Und – last but not least – dank Quick-Change-System ist er auch schnell auf andere Etikettenformate umrüstbar.

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