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Sechs bzw. zehn hochstabile Titan-Hülsen à 2 g Gewicht, 100 mm Länge, 20 mm Durchmesser mit gerade mal 0,2 mm Wandstärke werden mit einer Präzisionsvorgabe von 30 µm oder besser in Mehrspann-Nestern fixiert. Dann beginnt die Bearbeitung im Vierachszentrum an den Stirnseiten der Hülsen. Ausbrüche für Lichtleiter sowie Anschlussmaße für Einzelteile, die an beiden Seiten der Hülse montiert werden, müssen gebohrt und gefräst werden – insgesamt 15 verschiedene Modelle bzw. sieben verschiedene Außengeometrien. Sechs Prüfmaße werden abgefragt und kontrolliert. Danach werden die Teile (noch) manuell entnommen. Zykluszeit 60 Sekunden. „1,6 s Span-zu-Span-Wechselzeit, dividiert durch die Anzahl der Hülsennester, bedeuten eine enorme Performanceverbesserung gegenüber der vorherigen Maschine“, bilanziert Gibbert. Und das bei einem Drittel des Footprint. Alle Vorbereitungen zur Vollautomatisierung sind bereits integriert.
Zudem gefallen Gibbert die deutlich schnellere Kinematik in der X-, Y-, Z- und A-Achse (Drehachse) sowie die Bedienerfreundlichkeit, Zuverlässigkeit und erheblich einfachere Wartung der Robodrill. Parallel zur Hauptzeit kann der Bediener den fertigen Satz Hülsen entgraten und Farbmarkierungsbohrungen manuell vornehmen: „Das soll sukzessive in die Hauptzeit der Maschine integriert werden. Auch wollen wir das Handling der Hülse smarter lösen“, deutet Gibbert den Einsatz eines Roboters an. Dann könnte von der Ein- bis Zweischicht-Operation auf die sonst üblichen drei Tagesschichten hochgerüstet werden. Doch das ist komplizierter als üblich, angesichts der Freiformfläche der Teile.
Mit Robotern zur Null-Fehler-Quote
Weitere Ziele der Roboterautomatisierung: Null-Fehler-Quote, Ausschuss gegen null. Das passt zu den Erwartungen der Sirona-eigenen sehr „scharfen“ Qualitätsansprüche und auch zu den internationalen Normen DIN ISO EN 13485 und FDA-Zulassung sowie allen weiteren weltweiten Standards, die der Dental-Komplettausstatter erfüllt.
Kein Wunder, dass Gibbert eine positive Bilanz zieht: „Wir wissen jetzt, dass die Maschine mehr kann, als wir erwartet haben, und uns keinerlei Wartungsprobleme bereitet.“ Und selbst wenn irgendwann die Spindel ausgetauscht werden müsste, ist die Kartuschen-Lösung die preiswerteste und schnellste ohne nennenswerte Stillstandszeiten. Das zählt mit Blick auf Folgeprojekte, in denen Sirona vorzugsweise alles aus einer Hand will – CNC-Bearbeitung und -Steuerung, Automatisierung und Handling.
Kontakt:
Fanuc Robomachine Deutschland GmbH
D-73765 Neuhausen auf den Fildern
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