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Schweiz importiert mehr Vorleistungen
Die Importe haben seit 2010 um 11 Prozent zugenommen, mit Hauptanteilen wiederum aus den USA und Deutschland. Dabei konnte die Branche aufgrund der Euro-Schwäche von günstigeren Preisen profitieren. Zusätzlich zwingen die Frankenstärke und das Wettbewerbsumfeld beziehungsweise der steigende Kostendruck Unternehmen, mehr Vorleistungen und Investitionsgüter aus dem Ausland zu beziehen. Dieser Trend wird sich nach Einschätzung der Branche fortsetzen. Die Währungsentwicklung des Euros gegenüber dem Schweizer Franken wird die Branche auch in Zukunft beschäftigen.
Schweizer Unternehmen forcieren Investitionen im Ausland
Trotz des starken Schweizer Frankens produziert ein Großteil der Unternehmen – neben den inländischen Firmen auch Global Player wie Johnson & Johnson Medical, Medtronic, Zimmer Biomet und Biotronik – weiterhin in der Schweiz. Zugleich haben Hersteller in den vergangenen Jahren aber vermehrt auch Kapazitäten im Ausland aufgebaut. Diese Tendenz ist bei den Zulieferern in schwächerer Form ersichtlich, da für diese die Nähe zu inländischen Herstellern von großer Bedeutung ist.
Die Mehrheit der befragten Firmen investiert auch künftig sowohl im In- wie im Ausland – am meisten in den Bereich Marketing & Sales, gefolgt von Produktion sowie Forschung & Entwicklung. 86 Prozent von ihnen planen Investitionen in der Schweiz, vor allem in Sachen qualifizierter Fachleute und hoher Arbeitsproduktivität. Fast ebenso viele Unternehmen wollen jedoch auch im Ausland investieren. Als wichtige Gründe hierfür werden die Nähe zu den Kunden, die Frankenstärke und hohe Personalkosten in der Schweiz genannt. Deutschland und USA/Kanada bleiben die wichtigsten Zielmärkte für Investitionen der Schweizer Medtech-Hersteller und -Zulieferer – Tendenz steigend.
Innovation und Digitalisierung werden großgeschrieben
Für Forschung und Entwicklung geben die Schweizer Medtech-Hersteller je nach Größe und Alter jährlich bis zu 30 Prozent ihres Umsatzes aus, Zulieferer rund 13 Prozent. Wobei Kleinstunternehmen anteilsmäßig am meisten investieren. Neue Produkte entstehen hauptsächlich durch interne Entwicklungen sowie Kooperationen, insbesondere mit Universitäten. Große Firmen ergänzen die Eigenentwicklung mit dem Zukauf von Ideen, Prototypen und fertigen Produkten.
Als bedeutenden Treiber für Produktinnovationen schätzt die Medtech-Branche die Digitalisierung ein. Neun von zehn Firmen nehmen sie als große Chance wahr, knapp die Hälfte der Befragten räumt ihr großen Einfluss auf die heutigen Geschäftsmodelle ein.
Positive Wachstumserwartungen für die Schweiz
Die Branche glaubt an ihr Potenzial und blickt positiv in die Zukunft: Die Befragten erwarten für 2016 ein erhöhtes durchschnittliches Umsatzwachstum von 8,6 Prozent, respektive 7,5 Prozent für 2017. Dabei werden die USA, südamerikanische Länder, China und Iran als besonders attraktive Absatzmärkte eingestuft.
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