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ZVEI exklusiv „Cybersicherheit ist Teamwork“

Das Gespräch führte Julia Engelke

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Für vernetzbare Medizingeräte gibt es verschiedene Schutzeigenschaften. Was müssen Hersteller und Anwender besonders beachten, um die Sicherheit der Geräte zu gewährleisten? Das erklärt Hans-Peter Bursig* vom ZVEI im Interview mit Devicemed.

„Für die Anwender ist die wichtigste Maßnahme zur Sicherheit, die eigene IT-Umgebung gegen Cyberangriffe zu schützen”, Hans-Peter Bursig, Geschäftsführer Fachverband „Elektromedizinische Technik“ im ZVEI.
„Für die Anwender ist die wichtigste Maßnahme zur Sicherheit, die eigene IT-Umgebung gegen Cyberangriffe zu schützen”, Hans-Peter Bursig, Geschäftsführer Fachverband „Elektromedizinische Technik“ im ZVEI.
(Bild: ZVEI/Devicemed)

Herr Bursig, welche Schwachstellen können bei vernetzbaren Medizingeräten auftreten?

Auch wenn meist das IT-Netzwerk des Anwenders Ziel des Cyberangriffs ist, können dennoch bisher unbekannte Sicherheitslücken in der Gerätesoftware oder der Softwareumgebung des Anwenders ein Einfallstor sein. Das Thema Cybersicherheit wird bei der Entwicklung und Konstruktion vernetzbarer Medizingeräte von Beginn an mitgedacht. Die Hersteller machen im Hinblick darauf dann auch Vorgaben zur Betriebsumgebung der Geräte, damit diese bestimmungsgemäß und sicher benutzt werden können.

Wie können Unternehmen diese Sicherheitslücken schnell beheben und vor allem die Informationssicherheit sicherstellen?

Die Hersteller von Medizintechnik beobachten die Situation und analysieren neu erkannte Sicherheitslücken. Wenn eine Sicherheitslücke eine Gefährdung für den Betrieb der Geräte darstellt, entwickeln die Hersteller Lösungen, mit denen die Sicherheitslücken geschlossen werden. Dabei kann es sich um organisatorische Hinweise für den Anwender handeln oder um Softwareaktualisierungen für die Geräte. Die Hersteller müssen dabei sorgfältig vorgehen, damit die Geräte auch weiter bestimmungsgemäß benutzt werden können. Außerdem müssen die Hersteller dabei die gesetzlichen Anforderungen an die CE-Kennzeichnung der Geräte beachten.

Was müssen Anwender wissen?

Cybersicherheit ist Teamwork! Kommunikation und Austausch sind daher oberstes Gebot für schnelles, angemessenes Handeln. Für die Anwender ist die wichtigste Maßnahme zur Sicherheit, die eigene IT-Umgebung gegen Cyberangriffe zu schützen. Dabei sollten die Hinweise der Hersteller zur sicheren Betriebsumgebung beachtet werden, damit der Gebrauch der Geräte nicht unbeabsichtigt eingeschränkt wird. Wenn eine neue Sicherheitslücke bekannt wird, wird der Hersteller seine Kunden über notwendige Gegenmaßnahmen informieren. Umgekehrt sollten Anwender mit den Herstellern immer Rücksprache halten, bevor im eigenen IT-System Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Die eigenen Maßnahmen könnten sonst unbeabsichtigt die Nutzung der Geräte beeinträchtigen.

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* Hans-Peter Bursig ist Geschäftsführer des Fachverbands „Elektromedizinische Technik“ im ZVEI – Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.

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