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Cybersicherheit in der Medizintechnik: Neuer Expertenkreis „Cybermed“

| Autor / Redakteur: Hans-Peter Bursig* / Peter Reinhardt

Hans-Peter Bursig, Geschäftsführer Fachverband „Elektromedizinische Technik“ im ZVEI: „Europaweit soll ein standardisiertes Produktblatt zur Cybersicherheit vernetzter Medizingeräte angeboten werden, mit dem Geräte besser in Sicherheitskonzepte vor Ort integriert werden können.“
Hans-Peter Bursig, Geschäftsführer Fachverband „Elektromedizinische Technik“ im ZVEI: „Europaweit soll ein standardisiertes Produktblatt zur Cybersicherheit vernetzter Medizingeräte angeboten werden, mit dem Geräte besser in Sicherheitskonzepte vor Ort integriert werden können.“ (Bild: Devicemed)

Für vernetzte Medizintechnik gelten in puncto Cybersicherheit besondere Anforderungen. Deshalb hat der ZVEI einen Austausch mit dem Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie mit weiteren Industrie- und Betreiberverbänden ins Leben gerufen.

  • Strategiegespräch Cybersicherheit Medizintechnik
  • Vorbild ist das US-amerikanische MDS2-Formular
  • Produktbegleitende Informationen über Cybersicherheitsmaßnahmen in Medizingeräten

Unter dem Titel „Strategiegespräch Cybersicherheit Medizintechnik“ ging es auf Einladung des ZVEI um ein koordiniertes Vorgehen für mehr Cybersicherheit im deutschen Gesundheitssystem. Ein Ergebnis dessen ist eine neue Initiative, Betreibern von Gesundheitseinrichtungen frühzeitig im Beschaffungsprozess produktbegleitende Informationen über die implementierten Cybersicherheitsmaßnahmen in Medizingeräten zur Verfügung zu stellen. Dazu soll ein europaweit standardisiertes Produktblatt zur Cybersicherheit vernetzter Medizingeräte angeboten werden, mit dem die Geräte besser in die Sicherheitskonzepte vor Ort integriert werden können.

Mitte 2019 folgt ein neues Formular

Vorbild ist das in den USA bereits etablierte MDS2-Formular (Manufacturer Disclosure Statement for Medical Device Security) des US-amerikanischen Verbands NEMA. Zu der für Mitte 2019 erwarteten – und bislang als Entwurf bekannten – neuen Version des Formulars soll eine deutsche Erläuterung im Rahmen eines BSI-Leitfadens erstellt werden, mit dessen Hilfe das MDS2-Formular in Deutschland eingesetzt werden kann. Der ZVEI fordert alle Medizinproduktehersteller dazu auf, den BSI-Leitfaden beziehungsweise das MDS2-Formular zu nutzen, und so einen Beitrag zur Verbesserung der Cybersicherheit zu leisten.

Medtech-Expertenkreis in der Allianz für Cybersicherheit

Die Aktivitäten des „Strategiegesprächs Cybersicherheit Medizintechnik“ werden zukünftig in einem Expertenkreis mit Fokus Medizintechnik unter dem Dach der Allianz für Cybersicherheit weitergeführt. Der neue Expertenkreis trägt den Namen „Cybermed“ und wird vom ZVEI federführend betreut. Im Rahmen der Allianz für Cybersicherheit bekommt das Thema Cybersicherheit damit in Zukunft dauerhaft die notwendige Aufmerksamkeit.

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* Hans-Peter Bursig ist Geschäftsführer des Fachverbands „Elektromedizinische Technik“ im ZVEI – Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.

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