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„Meet Health. Technology. Innovators.“ Compamed 2025 startet mit neuem Motto und vollem Programm

Ein Gastbeitrag von Timo Roth* 6 min Lesedauer

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Die Branche trifft sich vom 17. bis 20. November wieder in Düsseldorf. Auf der Compamed 2025 zeigen Medizintechnik-Zulieferer, wie sie den medizinischen Fortschritt beflügeln und mit Innovationsgeist einem anspruchsvollen Umfeld trotzen.

Das neue Motto der Compamed in Düsseldorf lautet „Meet Health. Technology. Innovators.“ und bringt auf den Punkt, was die Messe für den Zulieferbereich der Medizintechnikindustrie vom 17. bis 20. November 2025 alles bieten wird. (Bild:  Messe Düsseldorf/ctillmann)
Das neue Motto der Compamed in Düsseldorf lautet „Meet Health. Technology. Innovators.“ und bringt auf den Punkt, was die Messe für den Zulieferbereich der Medizintechnikindustrie vom 17. bis 20. November 2025 alles bieten wird.
(Bild: Messe Düsseldorf/ctillmann)

Das neue Motto der Compamed in Düsseldorf lautet „Meet Health. Technology. Innovators.“ und bringt auf den Punkt, was die Messe für den Zulieferbereich der Medizintechnikindustrie vom 17. bis 20. November 2025 (in fester Parallelität zur Medica) alles bieten wird. Die rund 750 ausstellenden Unternehmen präsentieren eine Vielfalt an Hightech-Lösungen und Innovationen, die den medizinischen Fortschritt beflügeln. Das in den Hallen 8a und 8b thematisierte Spektrum der Zulieferkompetenz für die Medizintechnik umfasst die fünf Schwerpunktbereiche: Manufacturing & Devices (u. a. Komponenten, Bauteile, Fertigungsverfahren), Services & Advice (z. B. Forschung, Entwicklung, Dienstleistungen), Materials (u. a. Kunststoffe, Glas, Keramik, Metalle, Verbundwerkstoffe, Klebstoffe, Verpackungen), Micro Tech (wie Mikrokomponenten, Mikrofluidik) sowie IT in Tech (Software-Entwicklung und Wartung für die Medizintechnik). Wichtige Treffpunkte für den fachlich vertiefenden Austausch werden außerdem wieder die beiden Fachforen sein, das Compamed High-Tech Forum (by IVAM) und das Compamed Suppliers Forum (by DeviceMed).

In Kombination mit dem Angebot der Medica, der Messe für die Gesundheitswirtschaft und Medizintechnik, werden damit von insgesamt mehr als 5.000 Ausstellern aus 70 Nationen Trends und Innovationen für die Gesundheitsversorgung von morgen sowie entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Medizintechnik in den Blickpunkt gerückt. Daraus ergeben sich starke Synergieeffekte: Die Compamed-Aussteller entwickeln Lösungen und Zulieferprodukte, die bei den Medica-Ausstellern im fertigen „Endprodukt“ Anwendung finden.

Besonders im Fokus stehen dieses Jahr bei der Compamed die derzeit den medizintechnischen Zulieferbereich stark prägenden Hot Topics „Cybersecurity und Datensicherheit“, „Technik- und Materialinnovationen“ sowie „Internationaler Medizinmarkt“.

Compamed High-Tech Forum beleuchtet Schlüsseltechnologien

Das Compamed High-Tech Forum wird ausgerichtet vom IVAM-Fachverband für Mikrotechnik in Kooperation mit der Messe Düsseldorf. Auch dieses Jahr wird das Forum in Halle 8a (Stand G40) Anlaufpunkt rund um die wichtigsten aktuellen Themen der Zuliefererbranche sein.

„Das Messepublikum schätzt praxisnahe Formate – deshalb setzen wir 2025 erneut auf Hands-on-Sessions, etwa im Bereich der Mikrofluidik. Ergänzt wird das Programm durch Sessions zu Photonik und Sensorik, Schlüsseltechnologien, die Medizintechnik kleiner, smarter und kosteneffizienter machen“, erklärt Tim Merforth, Geschäftsführer des IVAM.

Im Technologiebereich umfasst das Forum diese drei Schwerpunktsessions rund um Anwendungen in der Mikrotechnik (die Forumssprache ist Englisch):

  • Smart Sensor Solutions
  • Laser and Photonics Applications – EPIC Tech Watch
  • Microfluidics

Handelsbeziehungen und Wirtschaft – das bewegt den Zulieferbereich

Der vierte Schwerpunkt im Programm betrifft mit „Europe Meets North America“ ein Thema, das aktuell nicht nur die Medizintechnik umtreibt, diese Branche aber stark betrifft: die Abschottung nationaler Märkte und Beschränkungen des internationalen Handels. Gerade die aktuelle Zoll- und Wirtschaftspolitik der USA stellt deutsche und europäische Medizintechnik-Unternehmen vor große Probleme und Unsicherheiten.

Hier zeigt sich Merforth mit Blick auf die Compamed zuversichtlich: „Herausforderungen wie geopolitische Spannungen, digitale Transformation und komplexe Rahmenbedingungen betreffen insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen. Doch Qualität und Innovation setzen sich langfristig durch. Mit Formaten wie ‚Europe meets North America‘ stärken wir das internationale Netzwerk und zeigen, wie Unternehmen solche Herausforderungen gemeinsam meistern können.“

Dass der Fokus auf Nordamerika beliebt und erfolgreich ist, zeigt auch ein Blick auf die Vorjahre: Bei der Compamed 2025 findet dieser Schwerpunkt seit dem Start bereits in seiner vierten Auflage statt.

Eng eingebunden: Der IVAM-Gemeinschaftsstand in Halle 8a

Wenn das Compamed High-Tech Forum der Ort für den fachlichen Austausch ist, dann ist der IVAM-Gemeinschaftsstand einer der Orte in den Hallen, der die vorgestellten Themen am besten greifbar und erlebbar macht. Als Produktmarkt „High-tech for Medical Devices“ bietet der Gemeinschaftsstand in unmittelbarer Nähe des Forums die Möglichkeit, die Produkte und Dienstleistungen der IVAM-Mitgliedsunternehmen zu entdecken.

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Merforth gibt dazu als Ausblick: „Der IVAM-Gemeinschaftsstand ist traditionell ein Schaufenster für die Innovationskraft der Mikrotechnik-Branche. 2025 präsentieren sich hier mehr als 50 internationale Aussteller und Partner auf 700 Quadratmetern – von Start-ups bis zu etablierten Mittelständlern. Für Fachbesucherinnen und -besucher ist es der ideale Ort, um gezielt neue Technologien, Produkte und Anwendungen kennenzulernen.“

Compamed Suppliers Forum: ganz nah an der Produktion

Das Compamed Suppliers Forum (Halle 8b, Stand G40) wird vom Fachmedium DeviceMed organisiert und ist eine weitere feste Größe im Programm der Compamed. Agenda-Schwerpunkte in diesem Jahr sind:

  • Montag, 17. November: Fertigung
  • Dienstag, 18. November: Regulatory Affairs
  • Mittwoch, 19. November: Künstliche Intelligenz und Cybersecurity
  • Donnerstag, 20. November: Medizinelektronik

„Das Compamed Suppliers Forum richtet sich mit seinen Themen bewusst an Angestellte in Konstruktion und Qualitätsmanagement sowie die Produktverantwortlichen. Wir wollen mit den Vorträgen möglichst nah an den Medizingeräten sein“, erklärt Marc Platthaus, Chefredakteur der Zeitschrift DeviceMed.

Besonders hervorzuheben sind diese Vorträge im Forum, in denen namhafte Aussteller der Compamed aktuelle Technologiethemen aus ihren Entwicklungslabors und Produktionsstätten vorstellen:

  • „Discover how cutting-edge hydrophilic vascular coatings can streamline operations and boost production efficiency“ von DSM Firmenich am Montag
  • „Understanding the 2025 Updates to ISO 10993-1: Key Changes in the Biocompatibility Assessment of Medical Devices“ von Ramboll Deutschland am Dienstag
  • „Benefit-risk determination for Medical devices“ von Metecon am Mittwoch
  • „If a picture is worth a thousand words, a prototype is worth a thousand meetings“ von Lee Hydraulische Miniaturkomponenten am Donnerstag

Die vorgenannten Vorträge des Compamed Suppliers Forums spiegeln wider, wie vielfältig die aktuellen Themen und Fragestellungen rund um die medizintechnische Produktion sind. Besucherinnen und Besucher können sich auf viele weitere Vorträge des Forums freuen, die sich entlang der vier oben genannten Programmschwerpunkte bewegen. Damit bietet das Forum auch die optimale Gelegenheit, sich mit den beteiligten Ausstellern zu diesen Themen auszutauschen und zu vernetzen.

Drei Hot Topics am Puls der Branche

Mit den Hot Topics „Cybersecurity und Datensicherheit“, „Technik- und Materialinnovationen“ sowie „Internationaler Medizinmarkt und Best practices der Marktbearbeitung“ bildet die Compamed weiterhin drei Entwicklungen ab, die für die Medizintechnik- und Zuliefererbranche höchst relevant sind.

Cybersecurity und Datensicherheit: Für Hersteller von medizinischen Geräten und Software wächst zunehmend die Notwendigkeit, Sicherheitsmaßnahmen von Anfang an in Produkten zu berücksichtigen („secure by design“). Allein der Markt rund um die Sicherheit von Medizingeräten hatte 2023 ein Volumen von rund 8,2 Milliarden US-Dollar. Er wird voraussichtlich mit einer jährlichen Wachstumsrate von etwa 8,9 Prozent bis 2032 wachsen. Geräte mit Vernetzungsfunktionen, z. B. für die Einbindung ins „Internet-of-Medical-Things“ (IoMT) oder für Cloud-Anwendungen, müssen besonders gegen Cyberattacken geschützt werden. In einer Herstellerbefragung gaben 96 Prozent der Befragten an, dass Gerätesicherheit kritisch sei.

Technik- und Materialinnovationen: Wearables spielen eine immer größere Rolle in der Medizin, da sie ein Baustein sind, mit dem sich Patientinnen und Patienten selbstständiger um ihre Gesundheit kümmern können. So können langfristig auch die Gesundheitssysteme entlastet werden, was sowohl Personalaufwand als auch Kosten angeht. Der Markt für Wearables wurde 2024 auf rund 42,74 Milliarden US-Dollar geschätzt und soll bis 2030 auf etwa 168,29 Milliarden wachsen.

Zu den Innovationstreibern gehören 3D-Druck, biokompatible Materialien, wie neuartige Klebstoffe, und smarte Polymere, die in sensorischen oder implantierbaren Geräten eingesetzt werden. Auch die Weiterentwicklung spezialisierter Elektronik, z. B. miniaturisierter oder flexibler Elektronik, die durch Druckverfahren hergestellt wird, trägt zur Entwicklung des Wearable-Markts bei, ebenso wie neuartige Sensoren.

Internationaler Medizinmarkt/Best practices der Marktbearbeitung: Exportierende Hersteller müssen eine Vielzahl regulatorischer Anforderungen verschiedener Märkte erfüllen, die sich in Klassifizierung, Prüfverfahren, Datenanforderungen und Post-Market Surveillance stark unterscheiden. Zusätzlich erschweren aktuelle Strömungen der Handelspolitik, z. B. Zölle und Exportbeschränkungen wichtiger Rohstoffe wie seltene Erden, Standards-Unterschiede, Zulassungszeiten und Anforderungen an Dokumentation den internationalen Handel. Auch Lieferkettenprobleme und Normkonvergenz bzw. -harmonisierung sind von Bedeutung.

Hier zeigt sich auch, warum gerade ein Hightech-Bereich wie die Medizintechnik stark vom internationalen Geschehen betroffen ist: Je komplexer das Produkt (medizinisch, elektronisch, softwarebasiert), desto mehr Aufwand erfordert der Marktzugang.

Umso wichtiger ist es für alle Akteurinnen und Akteure der Medizintechnik- und Zuliefererbranche, rund um die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden zu bleiben. Durch ihre thematische Vielfalt und die breite Ausrichtung ihres Programms – repräsentiert durch die innovationsgetriebene Ausstellerschaft und das Bühnenprogramm – wird die Compamed einmal mehr zeigen: Sie ist die richtige Anlaufstelle für alle Aspekte rund um die Produktionskette der Medizintechnik – von A wie Automatisierung bis Z wie Zulassung.

Die Compamed 2025 und die Medica 2025 können mit einem für beide Veranstaltungen gleichermaßen gültigen Ticket besucht werden. Sie richten sich ausschließlich an Fachpublikum. Neu sind die Öffnungszeiten am Schlusstag (Donnerstag). Dann öffnen die Düsseldorfer Messehallen von 10 Uhr bis 16 Uhr. An den ersten drei Lauftagen (Montag bis Mittwoch) kann sich die internationale Gesundheitswirtschaft von 10 Uhr bis 18 Uhr auf die Entdeckungstour medizintechnischer Neuheiten begeben.

* Der Autor: Timo Roth, Redaktion compamed.de

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