Vogel Business Media

B. Braun Melsungen ist „Digital Transformer of the Year“

| Autor / Redakteur: Philipp Uhl / Philipp Uhl

Die Preisträger des „Digital Transformer of the Year 2017“ zusammen mit den Initiatoren.
Die Preisträger des „Digital Transformer of the Year 2017“ zusammen mit den Initiatoren. (Bild: Paul Knecht/storytile)

Die branchenübergreifende Initiative „Digital Transformer of the Year“ kürt die Vorreiter der digitalen Transformation in Deutschland. Zu den Siegerunternehmen gehören B. Braun Melsungen, Daimler und Robert Bosch.

  • Initiative prämiert Vorreiter in sechs Kategorien
  • Branchenstudie ermittelt Stand der digitalen Transformation
  • B. Braun fördert Mitarbeiterbefähigung in Sachen Digitalisierung
  • BASF SE gründet Abteilungen für die digitale Transformation

Die neue und branchenübergreifende Initiative „Digital Transformer of the Year“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Stand der digitalen Transformation in Deutschland zu erfassen und deren Vorreiter auszuzeichnen. Das Fachmedienhaus Vogel Business Media, die Transformationspartner von Mediate und die Steinbeis School of Management and Innovation haben die diesjährigen Awards am 4. Dezember 2017 in den fünf Branchen Automotive, Industrie, Life Sciences, Medien und Finanzdienstleistungen sowie außerdem Persönlichkeit verliehen.

Der Award zeichnet – auf Basis eines zweistufigen Auswahlverfahrens – besondere Leistungen aus, die als Motivation und Orientierung für die digitale Transformation der deutschen Wirtschaft dienen. Dazu fragte die Initiative Unternehmen im Rahmen einer Online-Umfrage nach den größten Herausforderungen und demjenigen Unternehmen im jeweiligen Branchenumfeld, das diese ihrer Meinung nach am besten angeht und Lösungen vorbildlich umsetzt. Anschließend kürte die Jury aus einer Shortlist der drei meistgenannten Unternehmen den Preisträger.

Life Sciences: ein App-Marktplatz für Kliniken und Geschäftspartner

Den „Digital Transformer of the Year“ Award der Kategorie Life Sciences konnte der Medizintechnik- und Pharmahersteller B. Braun Melsungen AG für sich entscheiden. Entscheidend waren hier unter anderem die Einführung eines App-Marktplatzes für Kliniken und Geschäftspartner, der künftig zeitgemäße Anwendungen mit intuitiv zu bedienender Oberfläche – auch für mobile Endgeräte – anbieten wird sowie eine vorbildliche Mitarbeiterbefähigung in Richtung Digitalisierung. Ebenfalls als Vorreiter sehen die befragten Unternehmen die BASF SE, die mit der Gründung eigener, ausschließlich für die digitale Transformation zuständigen Abteilungen punktete und zudem mit exklusiven Hackathons Innovationen in der Branche befördert.

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Automotive: Daimler und Continental haben die Nase vorn

In der Kategorie Automotive konnte die Daimler AG mit der konsequenten Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette überzeugen, ein weiteres Argument war der ganzheitliche Ansatz der CASE-Strategie (Connected, Autonomous, Shared & Services, Electric Drive). Auch die Initiative DigitalLife@Daimler, die Mobilitätsplattform Moovel und das firmeneigene soziale Netzwerk Daimler Connect flossen als konkrete Erfolgsbeispiele in die Bewertung mit ein.

Ebenfalls unter den drei meistgenannten Top-Performern war die Continental AG, die bereits sehr frühzeitig zahlreiche Prozesse und Leistungen an die digitalen Herausforderungen angepasst hat. Platz drei ging an die Audi AG, deren Projekt Big Data Analytics die drei Stufen Advancing, Enabling und Leveraging umfasst und Daten effizient und innovativ im Unternehmen nutzbar machen soll.

Industrie: digitalisierte Überwachungsprozesse und Begleitung von Kunden

Den Award in der Kategorie Industrie durfte die Robert Bosch GmbH entgegennehmen. Die Jury lobte vor allem die erfolgreich eingeführten digitalisierten Überwachungsprozesse sowie die aktive Begleitung ihrer Kunden in der digitalen Transformation. So ist Bosch in der Lage, seinen Kunden mithilfe seiner mehr als 450 Tochterunternehmen domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Platz zwei und ging an die Siemens AG, die unter anderem mit ihrem offenen und cloudbasierten IoT-Betriebssystem MindSphere eine Basis für neue Anwendungen und datenbasierte Services geschaffen hat. Bei der drittplatzierten Phoenix Contact GmbH & Co. KG lobten die Marktteilnehmer vor allem die aktive Umstellung von Produktion und Produkten, sowie das Angebot von Schnittstellen-Produkten, die die Einbindung analoger Messgeräte in eine digitale Umgebung ermöglichen.

Medien: 90 Prozent Umsatz im digitalen Bereich

Die Haufe Group durfte sich über den ersten Platz in der Kategorie Medien freuen. Sie hat es durch ihre stringent betriebene Wandlung zum Softwarehaus geschafft, 90 Prozent ihres Umsatzes im digitalen Bereich zu erzielen. Die Branchenkollegen lobten explizit das neue Angebot Rhytmix, mit dem Haufe einen innovativen Mix aus Consulting, Software und Weiterbildung anbietet.

Ebenfalls auf der Shortlist der Jury: Die Axel Springer SE, deren digitale Kanäle mittlerweile für 77 Prozent des Konzernerlöses stehen. Ferner schätzen die Marktteilnehmer die hohe Innovationsbereitschaft des Unternehmens sowie dessen Engagement in der Start-up-Szene. Die Ströer SE & Co. KGaA beeindruckte die Branchenkenner mit Ihrer konsequenten Entwicklung vom klassischen Outdoorunternehmen zum digitalisierten Medien- und Vermarktungsunternehmen.

Finanzdienstleistungen: schlanke digitale Prozesse

In der von der Digitalisierung stark betroffenen Kategorie der Finanzdienstleistungen konnte sich die Deutsche Kreditbank AG gegenüber der Konkurrenz durchsetzen. Sie betreibt ihr Privatkundengeschäft überwiegend als Direktbank, arbeitet bereits seit 2013 eng mit Fin-Techs zusammen und gilt als Treiber der Digitalisierung in ihrer Branche. Zum ersten Platz verhalfen ihr unter anderem die schlanken digitalen Prozesse sowie die Vorreiterschaft bei Funktionen wie Videoident und mobile Banking. Der Verband der Sparda-Banken e. V. folgte auf Platz zwei im Ranking, besonders beeindruckt zeigten sich die Befragten von der Bereitschaft der Banken, großzügig in die Digitalisierung zu investieren und dabei alle Prozesse und Angebote in Frage zustellen. Die Commerzbank AG punktete bei den Marktteilnehmern vor allem mit der „perfekten Online-Umgebung“ der Comdirekt, der starken Kundenorientierung sowie der gezielten Entwicklung in Richtung digitalem Technologieunternehmen.

Persönlichkeit: Antwort auf die Herausforderungen digitaler Transformation finden

Persönlich ausgezeichnet mit dem „Digital Transformer of the Year“ wurde Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, CEO und Vorsitzende der Gruppengeschäftsführung der Trumpf GmbH & Co. KG. Sie bekam unter den Umfrageteilnehmern die meisten ungestützten Nennungen. Ihr ausdrücklicher Anspruch ist es, eine Antwort auf die Herausforderungen der digitalen Transformation zu finden, die mit den Werten eines eines Familienunternehmens im Einklang steht. Die Branchenkenner attestierten ihr die hervorragende digitale Ergänzung und Erweiterung eines Traditionsbetriebes, der stets den Mensch als Mittelpunkt und Basis des Erfolgs sehe.

Impulse zur Vernetzung

Um dem Gedanken des branchenübergreifenden Austausches – den auch die die meisten Keynote-Speaker als Basis für eine erfolgreiche Transformation halten – unter den Gästen Nachdruck zu verleihen, wurden diese bereits am Empfang mit gleich zwei Tischkarten ausgestattet: Die physische Transformation durch aktiven Tischwechsel im Laufe des Abends sollte interdisziplinäre Impulse ermöglichen und als Basis für das anschließende Networking dienen. Den passend gewählten Rahmen dafür bot die direkt an den Veranstaltungsort angeschlossene Digital Eatery. Der rege Austausch der Gäste untereinander und mit den Partnern der Initiative Messe München, Microsoft, Würth Elektronik, Kienbaum und Klöckner & Co, dauerte bis weit nach Mitternacht an.

Weitere Informationen zur Initiative gibt es unter www.digitaltransformeroftheyear.de. Vorab hatten die Initiatoren eine branchenübergreifende Online-Befragung zum Stand der Digitalisierung in Deutschland durchgeführt, an der sich über 1.100 Fach- und Führungskräfte beteiligten. Die Ergebnisse der Studie können Sie hier anfordern.

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