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Forschungsprojekt Aufheizbare Kunststoffstents schädigen Tumore

Quelle: Pressemitteilung RWTH Aachen 1 min Lesedauer

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Forscher der RWTH Aachen und der Uniklinik RWTH Aachen untersuchen im Projekt Pro Nano 2 die Wirksamkeit aufheizbarer Stents. Diese sollen bei Tumoren in Hohlorganen eingesetzt werden und die Tumorzellen durch hitzeinduzierte Behandlungen schädigen.

RWTH-Wissenschaftlerin Ioana Slabu (m.) entwickelt mit Benedict Bauer (r.) und einem interdisziplinären Team einen tumorzerstörenden Kunststoffstent. Anjali Röth (l.) unterstützt mit klinischer Expertise.(Bild:  Peter Winandy)
RWTH-Wissenschaftlerin Ioana Slabu (m.) entwickelt mit Benedict Bauer (r.) und einem interdisziplinären Team einen tumorzerstörenden Kunststoffstent. Anjali Röth (l.) unterstützt mit klinischer Expertise.
(Bild: Peter Winandy)

Im Projekt Pro Nano 2 verfolgen Wissenschaftler der RWTH Aachen und der Uniklinik RWTH Aachen einen innovativen Ansatz, bei dem ein spezieller Kunststoffstent zur Bekämpfung von Tumoren in Hohlorganen eingesetzt wird. Der Stent ist durch Nanopartikel kontrolliert aufheizbar. Durch die Erwärmung lassen sich Tumorzellen gezielt angreifen, denn anders als gesunde Zellen reagieren Tumorzellen bereits ab Temperaturen von 43 °C mit einer irreversiblen Schädigung.

Zunächst untersucht das Forschungsteam um PD Dr. Ioana Slabu vom Institut für Angewandte Medizintechnik und Benedict Bauer vom Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen die Leistungsfähigkeit und Wirksamkeit des neuartigen Kunststoffstents. Dieser soll gleichermaßen stützend wie selbstreinigend wirken.

Bislang schlechte Überlebensprognose für Patienten

Bisher bedeuten Tumore in Hohlorganen wie den Gallengängen für Patienten schlechte Überlebenschancen, da der Tumor meist nicht operativ entfernt werden kann. Lediglich eine kurzzeitige Öffnung des Hohlorgans mit einem Stent als röhrchenförmige Prothese ist möglich. Weil der Tumor aber durch einen solchen Stent hindurch wieder einwächst, muss der Stent in regelmäßigen Eingriffen ausgetauscht werden. Dank der Hitzeschädigung des Tumorgewebes entfällt bei dem neuen Kunststoffstent das risikoreiche Auswechseln.

Weitere Partner und Förderung

Zusätzliche Partner sind die Chirurgische Klinik der Uniklinik RWTH Aachen mit PD Dr. Anjali Röth und das Institut für Technologie- und Innovationsmanagement der RWTH mit Dr. Susan Stead. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bis Februar 2026 mit 1,76 Millionen Euro. Nach Projektende ist eine Verwertung über eine Lizenzierung oder Ausgründung geplant.

Weitere Artikel zur Zukunft der Medizintechnik finden Sie in unserem Themenkanal Forschung.

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