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Dassault Systèmes 3D-Simulationsmodell eines vollständigen menschlichen Herzens

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen laut Statistischem Bundesamt zur Todesursache Nummer eins in Deutschland. Individuellere Diagnosen und Behandlungsformen könnten diese Erkrankungen eindämmen. Die Software-Firma Dassault Systèmes hat nun im Rahmen des sogenannten Living Heart Project ein realistisches 3D-Simulationsmodell eines vollständigen menschlichen Herzens entwickelt.

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Im Januar 2014 hat eine Gruppe bestehend aus Forschern, Ärzten, Industrie- und Regierungsvertretern das Living Heart Project ins Leben gerufen. Im Mittelpunkt des Projekts steht das laut Dassault weltweit erste realistische 3D-Simulationsmodell eines vollständigen menschlichen Herzens.
Im Januar 2014 hat eine Gruppe bestehend aus Forschern, Ärzten, Industrie- und Regierungsvertretern das Living Heart Project ins Leben gerufen. Im Mittelpunkt des Projekts steht das laut Dassault weltweit erste realistische 3D-Simulationsmodell eines vollständigen menschlichen Herzens.
(Bild: Dassault)

Forschern stehen bislang keine realistischen 3D-Modelle des Menschen zur Verfügung. Folglich lässt sich schwer vorhersehen, wie der menschliche Körper in der Interaktion mit medizinischen Instrumenten und Geräten reagiert.

Simulieren, wie das Herz auf medizinische Eingriffe anspricht

Naheliegend ist es deshalb zu simulieren, wie das Herz von Patienten auf medizinische Eingriffe anspricht. Potenzial besteht laut Dr. James C. Perry, Professor für Pädiatrie an der University of California und Leiter der Elektrophysiologie sowie der Abteilung für Herzkrankheit am Rady Children‘s Hospital in San Diego, USA, beispielsweise bei Patienten mit angeborenen Herzfehlern, die sich mehreren Eingriffen unterziehen müssen, ebenso wie bei Patienten mit Herzinsuffizienzen oder Herzrhythmusstörungen.

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Vor diesem Hintergrund hat eine Gruppe bestehend aus Forschern, Ärzten, Industrie- und Regierungsvertretern im Januar 2014 das Living Heart Project ins Leben gerufen. Ihm gehört ein interdisziplinäres Team aus Herzspezialisten, Medizintechnikherstellern und Behördenvertretern an – darunter auch Perry. Sie arbeiten an der Entwicklung computergestützter, personalisierter 3D-Modelle zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Krankheiten.

Ein 3D-Modell gibt das Verhalten des Herzens lebensecht wieder

Im Mittelpunkt des Projekts steht das laut Dassault weltweit erste realistische 3D-Simulationsmodell eines vollständigen menschlichen Herzens. Es ist mit den Simulationsanwendungen der 3D-Experience-Plattform des französischen Softwareanbieters Dassault Systèmes entwickelt worden. Dassault hat hierbei die Funktionen der Simulationssoftware Simulia genutzt, um ein 3D-Modell zu schaffen, das das mechanische und elektrische Verhalten des Herzens nahezu lebensecht wiedergibt. Die Verbindung von Echokardiogrammen, MRI- und CT-Aufnahmen mit Daten aus der Herzforschung könnten somit schon bald personalisierte 3D-Herzsimulationen ermöglichen, mit denen sich das Verhalten von Patientenherzen ohne invasive Diagnoseverfahren analysieren ließe.

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