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Innovationsforum Zerspanungstechnologie

Zerspanung im Zeitalter von 3D-Druck und Industrie 4.0

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In ihrem Vortrag stellt Nina Hönig, Junior Consultant Medical Device, Chemgineering Business Design, das Prinzip von PPAP vor und legt die aufeinander aufbauenden und vernetzten Elemente dar. Sie zeigt, dass PPAP auch in der Medizintechnik großen Nutzen bringen und das Lieferantenmanagement von Medizintechnikherstellern nachhaltig verändern kann. Insbesondere geht sie der Frage auf den Grund, inwiefern das System auch Lieferanten helfen kann, die sich diversifizieren und ihre Produkte in anderen Märkten vertreiben möchten. Eine große Herausforderung stellen hier meist die unterschiedlichen Anforderungen der jeweiligen Kunden dar. Mithilfe von PPAP und einem ganzheitlichen Lieferantenmanagement könne der Aufwand für Lieferanten und Hersteller erheblich reduziert werden. „So kann ein pragmatischer statt bürokratischer Prozess erzielt werden“, erklärt Hönig.

Industrie 4.0 in der Medizintechnik

Das Internet der Dinge ist im Moment in aller Munde. Industrie 4.0 ist längst nicht mehr nur Buzzword einschlägiger Fachzeitschriften, sondern wird auch von allen Tageszeitungen aufgegriffen, die etwas auf sich halten. Aber was hat es tatsächlich mit der Vernetzung von Maschinen auf sich? Was ist nötig, um Performance und Qualität zu optimieren? Die Erfassung der Betriebsdaten alleine reicht hierzu nicht aus. „Log-Daten und Messwerte von Sensoren sind lediglich die Grundlage, um auf Basis von mathematischen Verfahren, Prozessparameter, Verschleißmaßnahmen oder Störungen prognostizieren zu können“ erklärt Volker Marquardt, Geschäftsführer Synop Systems.

Mithilfe von Analyse-Software ist er in der Lage, Big Data auf Standard-PCs zu bringen. Ein Anwender dieser Technik aus der Automobilindustrie – führend in der Vernetzung von Fahrzeugen – habe durch die Big-Data-Analyse Erkenntnisse für alle Wertschöpfungsketten ableiten können. Mit der Analyse von Massendaten lassen sich im Besonderen „Warum“-Fragen beantworten.

Auch für die immer komplizierter werdende Medizintechnik ist dies eine große Chance. Zum einen beruhen viele Maschineneinstellungen auf Erfahrungen, welche von einzelnen Personen abhängig sind, zum anderen führen die stetigen Umrüstungen der Maschinen zu sehr unterschiedlichen Nutzungsprofilen. Nicht von ungefähr bauen Hersteller von Werkzeugmaschinen ihre bisherigen Remote-Service-Lösungen aus, um nicht nur im Fehlerfall auf Maschinen zugreifen zu können. Sie wollen kontinuierlich Daten erfassen, um Anwendern im Gegenzug Informationen über prädiktive Wartungsmaßnahmen, Frühalarme zu Störungen und Hinweise zur Optimierung der Prozessparameter liefern zu können.

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