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Forsa-Umfrage im Auftrag von Jobware Wachsende Wechsellust: Besser bewerben als der Jobhopper

| Redakteur: Peter Reinhardt

Jobhopping ist ein verbreitetes Phänomen. Alle drei bis vier Jahre wird in Deutschland eine Stelle neu besetzt. Doch Wechsellust und Erfolgschancen sind nicht in allen Berufen gleicht verteilt. Wir verraten, wer häufig wechselt und wie eine Bewerbung auch in schwierigen Märkten gelingt.

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Vergleichen Sie Ihre Wechselbereitschaft mit der anderer Berufsgruppen und Branchen.
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(Grafik: Jobware)

Flexible Arbeitsmodelle, befristete Anstellungsverträge und erschwerte Probezeiten auf Unternehmensseite stehen dem Wunsch nach regelmäßigen Karrieresprüngen auf Bewerberseite entgegen. Diese Mischung führt dazu, dass in manchen Branchen rasend schnell gewechselt wird – in anderen fast gar nicht.

Wer einen neuen Job sucht, tut dies aber nicht immer aufgrund mangelnder Zufriedenheit im Job (Stichwort: innere Kündigung). Ein Jobwechsel kann die Karriere beschleunigen und führt nicht selten zu einer deutlichen Gehaltssteigerung.

Ingenieure sind besonders wechsellustig

Wie nun eine aktuelle Forsa-Befragung im Auftrag des Online-Stellenmarktes Jobware zeigt, ist die Wechsellust in der Berufswelt sehr ungleich verteilt. Techniker und Ingenieure sind besonders wechsellustig: 7 Prozent wollen innerhalb der nächsten drei Monate, 6 Prozent innerhalb der nächsten vier bis zwölf Monate wechseln. Weitere 29 Prozent würden sofort kündigen, wenn das richtige Angebot käme.

Das Gehaltsniveau im Bereich Technik und Ingenieurwesen ist überdurchschnittlich hoch. Dass ausgerechnet diese Fachkräfte wechsellustig sind, lässt sich mit dem Fachkräftemangel kaum erklären. Näher liegt der Verdacht, dass Techniker und Ingenieure schwer zu halten sind und sich regelmäßig von den vielfältigen Angeboten in Online-Stellenmärkten und Tageszeitungen verführen lassen.

Kaufleute riskieren nichts

Erstaunlich ist auch die mangelnde Wechsellust von kaufmännischen Angestellten. Nur 3 Prozent wollen innerhalb der nächsten drei Monate einen neuen Job antreten. Weitere 5 Prozent planen, in den nächsten drei bis zwölf Monaten einen Jobwechsel. Selbst ein verlockendes Angebot würden die meisten Kaufleute sofort ausschlagen; nur 22 Prozent sehen darin eine ernstzunehmende Option. Ist es den Arbeitgebern gelungen, ihre Mitarbeiter mit passenden Gratifikationen bei Laune zu halten? An einem Mangel an Jobangeboten liegt es jedenfalls nicht.

Tipp

Für Bewerber im kaufmännischen Bereich sind dies ideale Voraussetzungen, um sich auf frisch ausgeschriebene Stellen zu bewerben. Wer seine Chancen auf ein Vorstellungsgespräch nochmals verbessern möchte, braucht einen zeitlichen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern. JobMails, also kostenlose Benachrichtigungen über neue Stellenangebote per E-Mail, beschleunigen die Jobsuche und eröffnen die Chance, zur ersten Bewerberrunde zu zählen.

Während 70 Prozent der kaufmännischen Angestellten an ihrem Arbeitsplatz festhalten, sind Angestellte anderer Bereiche deutlich häufiger auf Jobsuche: Nur 64 Prozent der Mitarbeiter im Bereich Gesundheit/Medizin schließen einen Wechsel aus. Nur 63 Prozent der Informatiker hängen an ihrem Arbeitsplatz. Und nur 60 Prozent der Naturwissenschaftler möchten ihren aktuellen Job nicht gegen einen anderen tauschen. Im Umkehrschluss zeigt sich: Etwa ein Drittel der Deutschen ist (latent) wechselwillig.

Alleinstellungsmerkmale verbessern Erfolgschancen

Wer eine neue Arbeitstelle sucht, konkurriert immer mit vielen Bewerbern – ganz gleich, ob als Berufsstarter oder als Professional. Aber nicht jeder ist ein Jobhopper.

Tipp

Um aus der Vielzahl geeigneter Fachkräfte hervorzustechen, reicht nicht bloß ein zeitlicher Vorteil. Wer Personaler überzeugen möchte, braucht ein aussagekräftiges Anschreiben und einen übersichtlichen Lebenslauf. Bewerbungstools wie Anschreiben2go oder Lebenslauf2go unterstützen nicht nur Anfänger, eine perfekte Bewerbungsmappe zu erstellen. Eye-Tracking geprüft, lassen sich damit stilistisch perfekte Dokumente erstellen, die auch Personaler von der Ernsthaftigkeit Ihrer Bewerbung überzeugen – egal ob im Vertrieb oder in der IT.

Fazit: Die Wechselaffinität der Deutschen ist in allen Branchen groß. Ein Drittel ist offen für Neues. Wer sich bewirbt, befindet sich in einem starken Wettbewerb.

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