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Interview: Start-ups in der Medizintechnik „Unsere Mission ist es, die ganze Hilfsmittelbranche aufzurütteln und wieder innovativer zu machen“

Das Gespräch führte Julia Engelke 2 min Lesedauer

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Im Partnernetzwerk Gesundheit der Bayern Innovativ GmbH sind viele Start-ups, die die Gesundheitsbranche mit neuen Ideen voranbringen. Eines davon ist die Habric GmbH. Was genau das junge Unternehmen macht, erzählt Ferdinand Horn, Co-Founder des Start-ups, im Interview.

Die Gründer von Habric (v.l.): Julian Schenker, Dominik Schuler und Ferdinand Horn.(Bild:  Habric)
Die Gründer von Habric (v.l.): Julian Schenker, Dominik Schuler und Ferdinand Horn.
(Bild: Habric)

Was macht Habric? Was ist das Besondere an Habric?

Ferdinand Horn: Wir entwickeln ein Stirnband für blinde und sehbehinderte Menschen, das die Orientierung im Alltag erleichtert. Mit Sensoren scannen wir die Umgebung, erstellen daraus ein Umgebungsmodell und übersetzen dieses in haptisches Feedback direkt am Kopf. So wird durch haptisches Fühlen wieder räumliche Wahrnehmung möglich. Begonnen hat alles als Forschungsprojekt in der Schulwerkstatt. Daraus ist Anfang des Jahres die GmbH hervorgegangen. Unsere Start-up Journey startete mit dem ersten Pitch an einer Schule für Menschen mit Sehbehinderung. Damals steckte der Prototyp noch in einem Bauhelm. Sieben Prototyp-Generationen später ist das System deutlich kundennaher gestaltet. Seit dem ersten Juli sind wir auch mit einem Büro in Garching vertreten. Ich würde sagen, das Besondere an Habric ist vor allem, dass wir noch sehr jung sind. Das gibt uns die Freiheit, nach eigener Vorstellung und Kreativität die Dinge umzusetzen.

Was ist Ihre Mission? Was treibt Sie an?

Horn: Das ist eine gute Frage. Unsere Mission ist es, die ganze Hilfsmittelbranche aufzurütteln und wieder innovativer zu machen. In diesem Bereich gibt es Lösungen, die entweder technisch interessant sind, aber ein schlechtes Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweisen und häufig viel zu teuer sind, was zulasten von Krankenkassen und Betroffenen geht, oder schlicht veraltet sind. Uns inspirierte die Idee, Technologie aus dem autonomen Fahren zu übertragen. Wenn moderne Fahrzeuge selbstständig navigieren können, warum dann nicht ähnliche Sensorik auch zur Orientierung blinder Menschen nutzen? Aus dem Großraum Stuttgart kommend, lag dieser Ansatz nahe. Was uns motiviert, ist vor allem zu sehen, welchen konkreten Unterschied unser Produkt im Alltag machen kann und dass dabei noch eine Win-win-Situation für alle Beteiligten entsteht.

Wie geht es weiter mit Habric?

Horn: Wir wollen die Entwicklung bis Ende des Jahres weiter vorantreiben und das Team erweitern. Im nächsten Frühjahr steht dann eine größere Testreihe an, um belastbare Daten für die spätere Zertifizierung und die nächsten Entwicklungsschritte zu erheben. Parallel befinden wir uns in einer Finanzierungsrunde und suchen Investorinnen und Investoren, die unsere Vision teilen und den Weg mit uns gehen möchten.

Gibt es einen Funfact über Habric?

Horn: Aktuell sind noch Tickets für Investorinnen und Investoren frei. Schreiben Sie uns gern per DM auf Linkedin, per E‑Mail oder über unsere Website, und wenn Ihnen jemand einfällt, für den das spannend ist, freuen wir uns sehr über ein kurzes Intro.

Vielen Dank!

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