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Hirnschrittmacher Studie zur Erfassung der Langzeitwirkung eines neuen Hirnstimulators initiiert

Quelle: Pressemitteilung Precisis 2 min Lesedauer

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Neurostimulationstherapien bieten Patienten mit verschiedenen neurologischen Erkrankungen bereits seit Jahren neue Behandlungsmöglichkeiten. Besonders für Menschen mit chronischen Schmerzen und Parkinson hat sich diese Technologie bewährt. Nun gibt es auch für Epilepsiepatienten Hoffnung, dank des minimal-invasiven Hirnschrittmachers Easee.

Easee ist ein minimal-invasiver Hirnschrittmacher, der die MDR-konforme, CE- Zertifizierung zur Behandlung von fokalen Epilepsien erhalten hat.  (Bild:  Precisis)
Easee ist ein minimal-invasiver Hirnschrittmacher, der die MDR-konforme, CE- Zertifizierung zur Behandlung von fokalen Epilepsien erhalten hat.
(Bild: Precisis)

Technische Geräte, die elektrische Pulse ins Nervengewebe abgeben – so genannte Neurostimulationstherapien – haben schon vielen Menschen geholfen, Linderung ihrer chronischen Schmerzen zu erfahren. Viele Parkinson-Patienten profitieren von Implantaten, die mit kleinen Strompulsen spezifische Symptome, z. B. den Tremor, lindern können. Patienten mit Epilepsien hingegen konnten mit den bislang verfügbaren Therapie-Geräten häufig keine relevante Erleichterung ihres Krankheitsbildes erfahren. Durch die kürzlich erfolgte Zulassung des Taktgebers Easee soll sich die Situation für Menschen mit Epilepsien künftig verbessern. Easee ist der weltweit erste minimal-invasive Hirnschrittmacher, der die MDR-konforme, CE- Zertifizierung zur Behandlung von fokalen Epilepsien (Patienten mit fokalen Epilepsien, denen mit Medikamenten nicht ausreichend geholfen werden kann, und für die eine gehirnchirurgische Entfernung von Gehirngewebe nicht infrage kommt) erhalten hat.

Patienten für Studie gesucht

Es liegt in der Natur der Sache, dass völlig neue Therapiemethoden bei Marktzulassung keine Langzeitdaten liefern können. Bezüglich Easee gibt es derzeit Erfahrungswerte von 32 Patienten mit guten Ergebnissen über zwei Jahre (Schulze-Bonhage et al., 2023). Um die Datenlage und damit die Aussagekraft zur Wirksamkeit von Easee in einem großen Kollektiv über drei Jahre noch robuster werden zu lassen, wurde die Studie PEARL ins Leben gerufen (PEARL steht für Providing Early Assessment in Real Life).

Prof. Bettina Schmitz, Chefärztin des Berliner Epilepsiezentrums im Vivantes Humboldt-Klinikum Berlin, ist die verantwortliche Prüfärztin für PEARL. Sie hat gute Erfahrungen mit der Verlaufsdokumentation von großen Patientengruppen in der Epilepsie, leitet sie doch schon seit vielen Jahren die GRAPE-Studie (German Registry of Antiepiletic Drugs and Pregnancy with Epilepsy). Zusammen mit den auf Epilepsie spezialisierten Zentren in Erlangen, geleitet von Professor Hajo Hamer, und Radeberg, geleitet von Dr. Thomas Mayer, hat Professor Bettina Schmitz das Konzept der Studie gestaltet und alle erforderlichen regulatorischen Bedingungen für die Durchführung erfüllt.

In die Studie aufgenommen werden bis zu 135 erwachsene Patienten mit fokalen Epilepsien, denen mit Medikamenten nicht ausreichend geholfen werden kann, und für die eine gehirnchirurgische Entfernung von Gehirngewebe nicht infrage kommt.

Ab sofort ist die PEEARL-Studienteilnahme in Berlin, Erlangen, Radeberg, Osnabrück und Marburg möglich. Weitere Zentren werden kurzfristig eröffnet. Interessierte Patienten und ihre behandelnden Ärzte wenden sich gerne per E-Mail an pearl@vivantes.de.

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