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Für die Messung Leckage-bedingter Druckverluste wird das Differenzdruckverfahren eingesetzt. Hier wird die Leckage-bedingte Druckänderung im mit Druck beaufschlagten Prüfteil oder im evakuierten Prüfteil gegen ein dichtes Referenzvolumen gemessen. Dazu wird ein empfindlicher Differenzdrucksensor mit geringer interner Auflösung (kleiner 0,1 Pa) eingesetzt. Da derart geringe Druckänderungen schon aufgrund des thermischen Rauschens, durch Mikroerschütterungen sowie minimale Bewegungen im Prüfteil, in der Adaption und den pneumatischen Leitungen auftreten, wird in der Praxis der Anzeigewert auf 1 Pascal gerundet, was immer noch 1/100.000stel des Luftdruckes darstellt. Zeitliche Druckänderungen von 1 Pa/s lassen sich prozesssicher nachweisen.
Gekapselte Teile testen
Gekapselte Bauteile wie Sensoren oder Mikroschalter können nicht von innen mit Druckluft befüllt werden. Sie werden unter eine das Prüfteilvolumen möglichst eng umfahrende Haube plaziert, die unter Druck gesetzt wird. Der zeitliche Abbau des Druckes in das Prüfteil wird registriert. Diese Prüfart bezeichnet man als „Verschlossenes Prüfteil“ oder als „Haubenprüfung“.
Hierbei stellt sich folgendes Problem: Weist das Prüfteil ein Grobleck auf, wird es schon während der Befüllphase der Haube direkt mit Druckluft gefüllt. In diesem Fall würde nur die Dichtheit der das Prüfteil umgebenden Haube geprüft. Daher muss im ersten Schritt kontrolliert werden, dass das Prüfteil kein Grobleck aufweist (Grob-leckprüfung). Danach folgt die eigentliche Feinleckprüfung mittels Druckverlustmessung. Die Haube sollte so ausgelegt sein, dass diese das Prüfteil möglichst eng umschließt. Denn dann ergeben sich eine gute Trennbarkeit der Zustände Grobleck/Nicht-Grobleck und ein großes messtechnisch verwertbares Signal des Druckverlustes bei der Feinleckprüfung.
Kleinvolumige Prüfteile
Mit einem für die Prüfung kleinvolumiger Prüfteile optimierten Prüfgerät wie beispielsweise dem Cetatest 515 können bei gekapselten Prüfteilen bei einer optimierten Auslegung der Prüfhauben Volumenunterschiede von nur 0,03 cm³ als Volumenunterschied zwischen Grobleck und Nicht-Grobleck erkannt werden. Damit eignet sich dieses Prüfgerät für die Dichtheitsprüfung kleinvolumiger Sensoren. Bei der Druckverlustprüfung kleinvolumiger Spezialventile wurden mit diesem Prüfgerät schon Gesamtprüfzeiten von 750 ms realisiert. In dieser kurzen Zeit läuft ein kompletter Dichtheitsprüfzyklus mit den Phasen Füllen, Stabilisieren, Messen und Entlüften ab.
* Dr. Joachim Lapsien ist Vertriebs- und Marketingleiter bei der Ceta Testsysteme GmbH, D-40721 Hilden.
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