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Ausdauernd und vernetzt
Wie Roboter die Chirurgie verändern

Ein Gastbeitrag von Dr. Klemens M. Thaler* 4 min Lesedauer

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Eine schnellere Operation, kürzere Narkosezeiten und rasche Erholung: Robotereinsatz in der Chirurgie bietet Vorteile. Doch die Technik dahinter ist komplex und Anwender müssen sich mit den rechtlichen Grundlagen vertraut machen.

Roboter in der Chirurgie: Der robotische Operateur ist das technische Hilfsmittel des Chirurgen, ersetzt ihn aber nicht. Die Informationsübertragung erfolgt wechselseitig und muss fehlerfrei sein.(Bild:  © Alexander Lupin - stock.adobe.com)
Roboter in der Chirurgie: Der robotische Operateur ist das technische Hilfsmittel des Chirurgen, ersetzt ihn aber nicht. Die Informationsübertragung erfolgt wechselseitig und muss fehlerfrei sein.
(Bild: © Alexander Lupin - stock.adobe.com)

Roboter ermüden nicht, ihre Greifarme beginnen auch nach stundenlangem Einsatz nicht zu zittern. Doch Ausdauer ist nur einer ihrer Vorteile im Operationssaal. Robotergesteuerte Skalpelle können kleinste und feinste Schnitte vornehmen, so dass minimalinvasive Operationen optimiert werden. Patienten erholen sich so schneller. Kameras übermitteln in Echtzeit dreidimensionale Bilder des Eingriffs, die sich um ein Mehrfaches vergrößern lassen. Der Einsatz dieser innovativen Technik macht es möglich, Operationszeiten und damit auch die Dauer der Narkose zu verkürzen.

Ein Robotersystem besteht aus dem Patientenwagen, einem Rechnerturm und der Chirurgenkonsole. Denn Roboter arbeiten nicht autonom, sondern unterstützen die Arbeit erfahrener Chirurgen. Diese sitzen an der Konsole – durchaus auch mehrere Meter vom Operationstisch entfernt – und steuern die einzelnen Instrumente. Dabei können sie eine entspannte Haltung einnehmen, statt sich lange Zeit über den OP-Tisch beugen zu müssen.