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Robotersystem
„Robin“ unterstützt bei der Knie-OP

Ein Gastbeitrag von Jonas Micheler* 6 min Lesedauer

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Das italienische Medizintechnik-Unternehmen Orthokey hat sein Robotersystem „Robin“ entwickelt, um orthopädische Chirurgen im Operationssaal zu unterstützen. Das System basiert auf dem LBR Med von Kuka und ermöglicht durch sein Navigationssystem präzise robotergestützte Eingriffe bei der Knie-Totalendoprothese.

Kuka-Partner Orthokey aus Italien präsentiert sein System „Robin“. Es handelt sich dabei um eine kollaborative Roboterlösung für die orthopädische Chirurgie.(Bild:  Kuka)
Kuka-Partner Orthokey aus Italien präsentiert sein System „Robin“. Es handelt sich dabei um eine kollaborative Roboterlösung für die orthopädische Chirurgie.
(Bild: Kuka)

Der Erfolg einer Operation hängt oft von der Erfahrung und dem Können des Chirurgen ab – je komplexer der Eingriff, desto wichtiger sind die Operateure. Wenn sie manuell arbeiten, verwenden sie mechanische Geräte, was zeitaufwändig und potenziell fehleranfällig ist. Mit „Robin“ öffnet Orthokey die Tür zur computergestützten orthopädischen Chirurgie. „Robin“ ist ein intraoperatives Robotersystem, das den Chirurgen bei der Planung und Positionierung orthopädischer Implantate und der Durchführung präziser Knochenresektionen unterstützt. Dazu nutzt es das individuelle Patientenprofil sowie spezifische kinematische und anatomische Merkmale. „Wir positionieren mehrere Tracker am Patienten, die von einer Kamera mit einer Genauigkeit von weniger als einem Millimeter gesehen werden können. So kann der Chirurg die richtige Positionierung des Implantats für jeden einzelnen Patienten planen, bevor er eine Resektion durchführt“, erklärt Simone Bignozzi, Produktmanager bei Orthokey, das Prinzip von „Robin“.

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Funktionalität und Erfahrung als entscheidende Faktoren

Dr. Domenico Alesi, orthopädischer Chirurg am Istituto Ortopedico Rizzoli in Bologna, lobt v. a. die einfache Bedienung des Systems: „‚Robin' ist intuitiv und visuell ansprechend. Alle Schnittstellen vereinfachen die komplexen Prozesse für die Benutzer und erleichtern ihnen die Arbeit. Die Genauigkeit des Systems ist erstaunlich und es eignet sich nicht nur für hochspezialisierte Chirurgen, sondern für ein breites Spektrum von Ärzten.“ „Robin“ basiert zudem auf einem modularen Ansatz, der unterschiedliche Implantathersteller und Klinikkonzepte berücksichtigt. Nicht zuletzt setzt Orthokey bei seiner OP-Lösung auf hochwertige Komponenten, darunter den sensitiven Leichtbauroboter LBR Med von Kuka.