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Med-Industry + Pharma Day

Pharma als Partner – gemeinsam neue Märkte erobern

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Keine Berührungsängste zwischen Pharma- und Medizintechnikindustrie

Das ist bei der Desitin Arzneimittel GmbH in Hamburg längst geschehen. Als Direktor Geschäftsentwicklung hegt Dr. Harald Jainta keinerlei Berührungsängste mit der Medizintechnik. Vielmehr ergeben sich nach seiner Erfahrung „sofort Synergien, wenn es um therapeutische Ansätze geht, die zu klinisch relevanten Erfolgen führen sollen.“ So spielen medizintechnische Lösungen beispielsweise im Rahmen der Therapie von Epilepsiepatienten eine immer größer werdende Rolle. Desitin hat hier konzeptionell Projektideen mit Medizintechnikfirmen erarbeitet und an der Entwicklung solcher Lösungen mitgewirkt. Als größten Erfolg wertet Jainta bislang indes die Etablierung von Lizenzprojekten mit deutschen und US-amerikanischen Medizintechnikfirmen im Bereich der Neurostimulation sowie von therapeutischer Software.

Bei richtiger Abstimmung sind entsprechende Projekte erfolgreich

Ähnliche Erfahrungen hat wohl auch Dr. Ines Bohn gemacht. Bei Hexal/Sandoz Deutschland leitet sie die Geschäftsbereiche HIV/Suchtmedizin und Endokrinologie: „Wenn die Abstimmung frühzeitig erfolgt und alle an einer gemeinsamen Lösungsfindung interessiert sind, sind entsprechende Projekte auch erfolgreich“, so ihre Erfahrung, die sich unter anderem auf die Entwicklung und Vermarktung eines Applikationspens für die Endokrinologie stützt. Hierzu wird sie auf dem ersten „Med-Industry + Pharma Day“ am 2. März in Würzburg sprechen (s. Kasten). Wann immer es sich um spezielle Darreichungsformen handele, also Wirkstoffe nicht einfach in Form von Tabletten oder Kapseln eingenommen werden können, sondern mittels eines Devices verabreicht werden müssen, sei das Potenzial im wahrsten Sinne des Wortes unermesslich. „Denn technisch ist da immer mehr machbar, solange stets die Kunden, Anwender beziehungsweise Patienten im Fokus stehen“, weiß Bohn aus Erfahrung.

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Medtech-Unternehmen müssen lernen, wie die Medikamentenentwicklung funktioniert

So weit die Pharma-Perspektive. „Doch um Projekte gemeinsam zum Erfolg zu führen, müssen auch die Akteure auf Seiten der Medtech-Unternehmen lernen, wie die Medikamentenentwicklung der Pharmaindustrie funktioniert, welche Unterschiede es zwischen Medtech und Pharma gibt“, macht Axel Fischer, Geschäftsführer Activoris Medizintechnik, deutlich. Das beginne bei der Forschung, gehe über die Entwicklung und Zulassung bis zur Vermarktung. „Je kompetenter sich die Medtech-Seite präsentiert, desto eher wird sie als Partner auf Augenhöhe akzeptiert“, hat Fischer erlebt. Gute Erfahrungen hat er damit gemacht, beim Projektmanagement konsequent Personen mit Pharmabackground zu integrieren. Jedoch bedürfe es eines langen Atems, insbesondere bei der Zusammenarbeit mit den ganz Großen der Pharmabranche. „Das Projektportfolio wird hier häufig neu bewertet, Mitarbeiter wechseln, Abteilungen werden umstrukturiert.“

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