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Für eine neue Generation von Medizinprodukten Neues Doktoratsprogramm zu Life Sciences und Engineering startet in Wien

Quelle: Pressemitteilung FH Campus Wien 2 min Lesedauer

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Solver heißt das gemeinsame Doktoratsprogramm der FH Campus Wien und der TU Wien. Es ist an der Schnittstelle zwischen Ingenieurwesen, Materialwissenschaften und medizinischer Biotechnologie angesiedelt und verbindet Grundlagenforschung mit anwendungsbezogener Forschung in einer längerfristigen Zusammenarbeit. Der FWF fördert das Programm aus dem Call doc funds connect 2023 mit 1,1 Millionen Euro.

Im Juni startet das neue Doktoratsprogramm Solver in Wien.(Bild:  frei lizenziert / Pexels)
Im Juni startet das neue Doktoratsprogramm Solver in Wien.
(Bild: frei lizenziert / Pexels)

„Solver – Skills for Medical Device Research“ ist eines von drei bewilligten Konzepten im Doc-funds-connect-Programm des Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF. Es wird als gemeinsames Doktoratsprogramm des Instituts für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie der Technischen Universität (TU) Wien und des Kompetenzzentrums für Molecular Biotechnology der FH Campus Wien für die Dauer von vier Jahren durchgeführt. Das Programm bündelt die Life-Science-Expertisen der beiden Hochschulen. Ziel ist es, hochqualifizierte Forscher auszubilden. Diese sollen in der Lage sein, neue Materialien, Technologien und technische Lösungen in Verbindung mit einer angemessenen Bewertung der Biokompatibilität für neue Generationen von Medizinprodukten zu entwickeln und anzuwenden.

Denn zukünftig werden immer mehr innovative Medizinprodukte benötigt, zumal die Weltbevölkerung stetig wächst und die Gesellschaft zunehmend altert. Damit steigt auch der Bedarf an hochqualifizierter Forschung zu bioaktiven und biologisch abbaubaren Materialien sowie an digitalen Methoden, um patientenspezifische Geräte herzustellen. Ebenso sind neuartige In-vivo-Untersuchungen – so genannte Bioassays – notwendig, die Vorhersagen über zelluläre und immunologische Reaktionen auf bioaktive Materialien treffen können. Mithilfe dieser Bioassays lässt sich bereits in einem frühen Stadium der Materialentwicklung Gewissheit über etwaige, in den Wirtszellen ausgelöste, Reaktionen erlangen. Dies wiederum ermöglicht es den Materialwissenschaftlern, ihre Prozesse hinsichtlich günstiger Eigenschaften anzupassen.

Forschung braucht Kreativität, Neugierde, Können und Leidenschaft

Mit Solver haben sich die Kooperationspartner neben der wissenschaftlichen Exzellenz einem weiteren Auftrag verschrieben: Sie möchten bei den Doktoratsstudenten die Neugierde auf verschiedene Forschungsdisziplinen wecken und sie ermutigen, ihr kritisches Denken und ihre Problemlösungskompetenz zu schärfen. An der TU Wien werden drei Studenten im Doc-funds-connect-Programm ausgebildet, an der FH Campus Wien zwei, jeweils betreut von Forschern beider Hochschulen. Solver startet im Juni 2024.

„Wir freuen uns sehr darauf, unsere Expertise aus 20 Jahren international anerkannter Ausbildung und Forschung auf dem Feld der medizinischen Biotechnologie in die Kooperation mit der TU Wien einbringen zu können“, sagt Bea Kuen-Krismer, Leiterin des Departments Applied Life Sciences, an dem das Kompetenzzentrum für Molecular Biotechnology angesiedelt ist.

Jürgen Stampfl, Forschungsbereichsleiter am Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie der TU Wien ergänzt: „Mit dem strukturierten Doktoratsprogramm wollen wir jungen Studenten Möglichkeiten eröffnen, exzellente Grundlagenforschung im Bereich innovativer Biomaterialien umzusetzen. Gleichzeitig wird es Ausbildungsmodule geben, in denen wichtige Aspekte zu Biokompatibilität und regulatorischen Anforderungen unterrichtet werden, um zukünftig die Chancen zur Translation in die klinische Anwendung zu erhöhen.“

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