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Additive Multimaterialfertigung Millionenförderung für Zahnersatz aus dem 3D-Drucker

Quelle: Pressemitteilung Fraunhofer IGCV 2 min Lesedauer

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Das Ausgründungsvorhaben des Fraunhofer IGCV Fidentis hat im Rahmen des Exist-Forschungstransfers des BMWK eine Millionenförderung erhalten. Fidentis wird diese Mittel nutzen, um durch additive Multimaterialfertigung und Digitalisierungslösungen kostengünstige Teleskopprothesen herzustellen und somit einer breiten Masse von Patienten zugänglich zu machen.

Die Projektgruppe Fidentis und ihre zuständigen Führungskräfte (v.l.n.r.): Johannes Lauer (CCO Fidentis), Timo Schröder (CTO Fidentis), Dr.-Ing. Georg Schlick (Abteilungsleiter Fraunhofer IGCV), Max Horn (CEO Fidentis), Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Daub (Institutsleiter Fraunhofer IGCV), Lukas Langer (COO Fidentis).(Bild:  Fidentis/Fraunhofer IGCV)
Die Projektgruppe Fidentis und ihre zuständigen Führungskräfte (v.l.n.r.): Johannes Lauer (CCO Fidentis), Timo Schröder (CTO Fidentis), Dr.-Ing. Georg Schlick (Abteilungsleiter Fraunhofer IGCV), Max Horn (CEO Fidentis), Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Daub (Institutsleiter Fraunhofer IGCV), Lukas Langer (COO Fidentis).
(Bild: Fidentis/Fraunhofer IGCV)

Das Fraunhofer-Institut für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV und sein Spin-off Fidentis haben eine Förderung in Höhe von 1,46 Millionen erhalten. Diese Förderung erfolgt im Rahmen des Exist-Forschungstransfers des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und wird von der Europäischen Union kofinanziert. Inklusive der investierten Eigenmittel des Instituts steht dem Projektteam Fidentis eine Förderung in Höhe von 1,62 Millionen Euro zur Verfügung, um die Technologie zur Marktreife zu entwickeln.

Das Start-up Fidentis, eine Ausgründung des Fraunhofer IGCV, hat sich auf die Herstellung von Teleskopprothesen spezialisiert. Diese besondere Art des Zahnersatzes zeichnet sich durch ihre hohe Qualität und Funktionalität aus, ist jedoch traditionell sehr kostenintensiv. Dank der Förderung wird Fidentis in der Lage sein, die additive Multimaterialfertigung und fortschrittliche Digitalisierungslösungen einzusetzen, um die Produktionskosten erheblich zu senken und verlässliche Qualität sicherzustellen. Dies ermöglicht es, Teleskopprothesen einer breiteren Masse von Patienten zugänglich zu machen, die bisher aus Kostengründen auf diese besonders hochwertige Versorgung verzichten mussten.

Zusammenarbeit von Forschung und Wirtschaft

Der Grundstein für die von Fidentis genutzte Technologie wurde am Fraunhofer IGCV im Forschungsprojekt Multimaterial-Zentrum Augsburg unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Christian Seidel, Professor für Fertigungstechnik und Additive Fertigungsverfahren sowie Mentor von Fidentis im Rahmen des Exist-Forschungstransferprogramms, gelegt. Als die Mitglieder der Arbeitsgruppe Digitale Dentale Technologien und Behandlungskonzepte an der Poliklinik für zahnärztliche Prothetik der Ludwig-Maximilians-Universität München die Ergebnisse des Multimaterial-Zentrums Augsburg zum ersten Mal zu Gesicht bekamen, erkannten sie direkt das Potenzial für die Herstellung von Teleskopprothesen. Seit dem arbeiten die beiden Forschungsgruppen eng in diesem Bereich zusammen.

„Die Förderung ist nun ein entscheidender Schritt für uns“, sagt Max Horn, Gruppenleiter am Fraunhofer IGCV und Geschäftsführer von Fidentis. „Sie ermöglicht es uns, unsere innovative Produktionstechnologie weiterzuentwickeln und auf den Markt zu bringen. Damit können wir die Lebensqualität der Menschen erheblich verbessern.“

Auch das Fraunhofer IGCV zeigt sich erfreut über die Förderung. „Die Ausgründung von Fidentis und ihre bahnbrechenden Ansätze in der Produktionstechnik sind ein hervorragendes Beispiel für die Innovationskraft, die aus der Zusammenarbeit von Forschung und Wirtschaft entstehen kann“, betont Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Daub, Institutsleiter des Fraunhofer IGCV. Dr.-Ing. Georg Schlick, Abteilungsleiter am Fraunhofer IGCV, fügt hinzu: „Unsere Arbeit an der additiven Multimaterialfertigung öffnet vollkommen neue produktionstechnische Möglichkeiten. Die Markteinführung der Technologie in der Dentalbranche wird die Türen für weitere Industriezweige wie die Raumfahrt oder Kernfusion öffnen.“

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