Mergers & Acquisitions Milliardendeal: Fresenius Kabi baut USA- und Biosimilars-Geschäft aus
Fresenius Kabi übernimmt den US-amerikanischen Arzneimittelhersteller Akorn. Zudem steigt das Unternehmen in den Biosimilars-Markt ein.
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- Übernahmen erweitern Generika-Kerngeschäft und bieten Zugang zu Wachstumsmärkten
- Akquisition von Akorn: Positiver Ergebnisbeitrag ab 2018 erwartet
- Biosimilars-Geschäft von Merck: Hervorragende Ausgangsposition in einem schnell wachsenden Markt
Fresenius Kabi bietet 34 US-Dollar je Akorn-Aktie. Dementsprechend beträgt der Kaufpreis 4,3 Mrd. US-Dollar. Hinzu kommt außerdem noch die Übernahme von Netto-Finanzverbindlichkeiten von 450 Mio. US-Dollar. Akorn ist in einem insgesamt rund 106 Mrd. US-Dollar großen Markt tätig. Die Produktpipeline laufender Zulassungsverfahren von Akorn adressiert ein Marktvolumen von 9,3 Mrd. US-Dollar.
Das Unternehmen beschäftigt in drei Entwicklungszentren und fünf Produktionsstätten in den USA, der Schweiz und Indien insgesamt mehr als 2.000 Mitarbeiter. Die US-amerikanischen Unternehmenszentralen von Akorn und Fresenius Kabi liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt im Norden des US-Bundesstaats Illinois.
Übernahme von Akorn soll das Kerngeschäft stärken
Zu dem Produktangebot von Akorn zählen intravenös zu verabreichende Arzneimittel ebenso wie Cremes, Salben und Gels, sterile Augenarzneimittel sowie Flüssigmedikamente zur Anwendung in Mund, Nase, Ohr und den Atemwegen. Mit der Übernahme wolle man das US-Geschäft von Fresenius Kabi auf ein breiteres und stabileres Fundament stellen, lässt sich Mats Henriksson zitieren, der Vorstand für den Unternehmensbereich Fresenius Kabi. Mit Akorn gewinne Fresenius Kabi Know-how in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung neuer Darreichungsformen hinzu und erhalte Zugang zu neuen Behandlungsfeldern, heißt es weiter.
Der Abschluss der Übernahme wird bis Anfang 2018 erwartet. Der Kaufpreis wird finanziert mit einer Kombination aus in Euro und US-Dollar denominierten Fremdkapitalinstrumenten.
Fresenius Kabi steigt in den Wachstumsmarkt Biosimilars ein
Des Weiteren haben Fresenius und Merck vereinbart, dass Fresenius Kabi das Biosimilars-Geschäft von Merck übernehmen wird. Die Übernahme beinhaltet die vollständige Produktpipeline mit Schwerpunkt auf Krebs- und Autoimmunerkrankungen, deren Originalpräparate einen Markt von rund 30 Mrd. US-Dollar umfassen. Ebenso übernommen werden die mehr als 70 Mitarbeiter an den Standorten Aubonne und Vevey in der Schweiz.
Fresenius Kabi erwartet erste Umsätze aus dem übernommenen Biosimilars-Geschäft gegen Ende 2019 und ausgehend vom aktuellen Produktentwicklungszeitplan Umsätze im hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich ab 2023.
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