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Zykloidgetriebe
Medizintechnik auf Automationskurs

Ein Gastbeitrag von Jennifer Hagmeyer* 5 min Lesedauer

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Digitalisierung und Automatisierung eröffnen im Gesundheitswesen neue Möglichkeiten für Diagnostik, Behandlung und Pflege. Wichtig dafür sind Getriebe- und Antriebssysteme mit einem Höchstmaß an Präzision, Sicherheit und Zuverlässigkeit. Diese steuert Nabtesco, Hersteller von Zykloidgetrieben, bei.

Dank ihrer besonderen Bauweise sind Zykloidgetriebe leistungsfähig, sehr genau und extrem robust.(Bild:  Nabtesco Precision Europe)
Dank ihrer besonderen Bauweise sind Zykloidgetriebe leistungsfähig, sehr genau und extrem robust.
(Bild: Nabtesco Precision Europe)

Der Gedanke, von einem Roboter operiert zu werden, bereitet Vielen Bauchschmerzen. Nur jeder fünfte Deutsche könnte sich damit anfreunden. Damit gehört Deutschland zu den großen Skeptikern – jedenfalls auf Patientenseite. Eine höhere Akzeptanz genießt der medizintechnische Fortschritt in Ländern wie Schweden oder Polen. Dort würden sich 40 Prozent unter das Roboter-Skalpell legen. Fakt ist: Der Roboter im OP spaltet die Gemüter. Fakt ist aber auch: Die Automatisierung ist längst im Gesundheitswesen angekommen und Chirurgieroboter, maschinelle Helfer sowie automatisierte Systeme sind in vielen Bereichen Alltag. Treiber dieser Entwicklung sind v. a. Faktoren wie der anhaltende Fachkräftemangel, steigende Personalkosten, eine alternde Gesellschaft sowie die Zunahme an pflegebedürftigen Menschen. Der Kosten- und Effizienzdruck ist enorm und so kommen medizinische Einrichtungen nicht umhin, ihre Prozesse zu optimieren – sei es im Krankenhaus, in der Rehaklinik, im Pflegeheim oder in der Seniorenresidenz.

Automatisierung entlastet das Personal und erhöht die Behandlungsqualität

Doch wie lassen sich Ökonomisierung und Patientenwohl in Einklang bringen? Die Automatisierung spielt dabei eine zentrale Rolle, denn der Einsatz von Robotern und Co. sorgt nicht nur für Effizienzsteigerungen, sondern auch für eine höhere Qualität bei der Patientenversorgung. Fehlerminimierung, Entlastung des Klinik- und Pflegepersonals, exaktere und schnellere Diagnoseverfahren, optimierte Behandlungs- und Therapiemethoden sowie eine Verbesserung von Komfort und Betreuung des Patienten sind hier entscheidende Schlagworte. So werden beispielsweise komplexe minimal-invasive Eingriffe dank roboter-assistierter Chirurgie, die ein extrem präzises Operieren mit einer dreidimensionalen Sicht auf das Operationsfeld gewährleistet, teilweise überhaupt erst möglich. Weitere Anwendungsfelder finden sich darüber hinaus bei bildgebenden Verfahren (u. a. Röntgen oder Ultraschall), beim Patientenhandling sowie in der Krankenhauslogistik, in der Labordiagnostik und im Reha-Training. Dabei gilt: Kollege Roboter assistiert und unterstützt, ersetzt aber weder Arzt noch Krankenschwester oder Pfleger.