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Kennzeichnungstechnik

Medizinprodukte mit Laser UDI-konform markieren

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Branchenspezifischer Lasermarkierer sichert UDI-Konformität

Ein anderes Beispiel für die kundenspezifische Konfiguration ist die Piranha-Anlage. Acsys baut mit ihr eine branchenspezifische Laserbearbeitungsanlage für die Medizintechnik, die auf die Anwendung konfiguriert werden kann. Funktionen wie Geschwindigkeit, Genauigkeit, Losgröße, Flexibilität und Rüstzeit sind anpassbar. Mit Robotergreifer und optischer Teileerkennung (OPR) ausgerüstet, lässt sich die Piranha-Anlage in eine automatisierte Serienfertigung integrieren. Die integrierte optische Teileerkennung besteht aus einer Kamera und einem Softwaremodul, das lose und unpalettierte Teile in Typ und Position erkennt.

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Durch eine Anbindung an ihr ERP-System können Hersteller von Medizinprodukten sicherstellen, dass die korrekte Information auf dem richtigen Teil positioniert wird. Dazu bewegt der Robotergreifer der Acsys-Laseranlage das entnommene Produkt vor das Modul der optischen Teileerkennung. Die AC-Software erkennt Lage sowie Drehung der Produkte und markiert diese an der vorher angelernten Stelle. Auf diese Weise ist es problemlos möglich, auch nicht palettierte, lose Teile vollautomatisch und vor allem sicher abzuarbeiten und danach aufzustapeln.

Kamera-Vorschausystem vereinfacht das UDI-konforme Lasermarkieren

Mit dem Live Adjust Systems (LAS), einem hochauflösenden Kamera-Vorschausystem, ist ein kamerabasiertes Bearbeiten und Ausrichten der UDI-Markierung auf der Produktoberfläche möglich. Eine stufenlose digitale Zoomfunktion macht auch kleine Layoutdetails sichtbar. Im Zusammenspiel mit einer Vorschau trägt dies dazu bei, Markierfehler zu vermeiden, die am Ende des Fertigungsprozesses den Hersteller oftmals teuer zu stehen kommen. Darüber hinaus minimiert das LAS die Rüstkosten.

Bei Markierarbeiten mit hohen Anforderungen an die Genauigkeit kommen Acsys-Präzisionspakete zum Einsatz: Ein solches Paket umfasst ein Direktmesssystem über Glasmaßstab, ein verstärktes Maschinenbett und eine geschliffene Stahlplatte. Durch zusätzliche Erweiterungsmöglichkeiten mit Multifunktionalitäten für Linear- und Drehbewegungen wird jede Applikation abgestimmt auf den jeweiligen Fertigungsprozess und die Werkstoffe.

Eine intuitive Benutzeroberfläche mit unterschiedlichen Standards auf Grundlage der AC-Laser-Software-Suite ermöglicht einen einfachen Bearbeitungsprozess. Die AC-Laser-Software lässt sich problemlos verbinden mit Datenbanken, ERP-Systemen und Datenquellen, beispielsweise aus Excel, und ist damit für Industrie 4.0 vorbereitet. Je nach Anwendung und Software können Lesegeräte Datamatrix- und Barcodes erzeugen, lesen und übersetzen, um das Produkt eineindeutig zu erkennen. Ein Bearbeitungsmodul für Bar- und Datamatrix-Codes ergänzt die Geräte.

Hersteller unterstützt die Qualifizierung der Maschine vor Ort

Bei der Qualifizierung der Maschine vor Ort (IQ/OQ) unterstützt Acsys nach eigenen Angaben seine Kunden mit der Bereitstellung der maschinenspezifischen Daten, Kalibrierprotokolle und fertigungsrelevanten Dokumentationen. Die Prozessparameter werden im Applikationslabor des Herstellers entwickelt und beruhen damit auf langjährigen Erfahrungen in der Laserbearbeitung verschiedener Materialien.

Für die Prozessvalidierung unterstützt Acsys seine Kunden in der Bestimmung der kritischen Prozessparameter (CTQ) und bei der Ausarbeitung des Versuchsplans. Zudem bietet Acsys Unterstützung in der laufenden Serienfertigung bei Wartung und Instandhaltung sowie bei der Kalibrierung kritischer Messeinrichtungen und liefert die notwendigen Messprotokolle.

Dieser Artikel ist erschienen auf www.blechnet.com.

* Weitere Informationen: Acsys Lasertechnik GmbH, 70806 Kornwestheim

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Über den Autor

 Stéphane Itasse

Stéphane Itasse

MM MaschinenMarkt