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Pansatori Medizinprodukt lindert Beschwerden von Tinnitus-Patienten

| Redakteur: Julia Engelke

Die Pansatori GmbH, ein Start-up aus Braunau am Inn in Österreich, gibt die Markteinführung des Medizinprodukts Forgtin bekannt. Forgtin ist ein Bügel aus Edelstahl und Soft-Touch-Silikon und wird tagsüber dauerhaft am Ohr getragen. Durch Druckverteilung auf drei wesentliche Punkte hilft Forgtin bei der Behandlung von Tinnitus und ermöglicht Patienten mehr Ruhe und Entspannung.

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Klaus Grübl, Erfinder von Forgtin und Gründer der Pansatori GmbH, zeigt, wie das Medizinprodukt getragen wird.
Klaus Grübl, Erfinder von Forgtin und Gründer der Pansatori GmbH, zeigt, wie das Medizinprodukt getragen wird.
(Bild: Pansatori)
  • Subjektiver Tinnitus wird für Patienten oft zu einem Hindernis im Alltag
  • Forgtin: CE-zertifiziertes Medizinprodukt, das wie der Bügel einer Brille hinter dem Ohr getragen wird
  • Bügel stimuliert drei wesentliche Druckpunkte

Bis zu 15 Prozent der Gesamtbevölkerung sind mindestens einmal in ihrem Leben von einem Tinnitus betroffen. Dabei gestaltet sich das Krankheitsbild oft ähnlich: Betroffene nehmen konstant einen Pfeifton, ein Zischen, Rauschen oder Brummen wahr, die Lautstärke kann hierbei variieren. Während beim objektiven Tinnitus eine Schallquelle medizinisch ermittelt werden kann, liegt beim subjektiven Tinnitus keine Geräuschquelle vor.

Obwohl die Forschung mittlerweile eine Vielzahl an Ursachen für einen subjektiven Tinnitus ausgemacht hat, gab es bislang keine erfolgreiche Therapiemöglichkeit. Da der Ton durch ein Dauerfeuer innerhalb des auditorischen Cortex im Gehirn entsteht, wird der Tinnitus für chronisch betroffene Patienten oft zu einem Hindernis im Alltag, verbunden mit einem hohen Leidensdruck. In der Folge kann es für Betroffene, je nach Schwere des Tinnitus und der Lautstärke des wahrgenommenen Geräusches, zu Folgen wie Schlafstörungen, Depressionen, Arbeitsunfähigkeit und in Extremfällen sogar zum Suizid kommen.

Einfache Handhabung – Perspektive und Heilungschancen

Bei Forgtin handelt es sich um ein CE-zertifiziertes Medizinprodukt, das wie der Bügel einer Brille hinter dem Ohr getragen wird. Der mittels 3D-Druck hergestellte Bügel aus Edelstahl und Soft-Touch-Silikon wird tagsüber dauerhaft getragen und entfaltet seine Wirkung durch die Stimulierung von drei wesentlichen Druckpunkten. Diese Druckstimulierung setzt einen „Verlernprozess“ in Gang, der das neuronale Dauerfeuer im Gehirn reduziert und somit zu einem Vergessen des chronischen Tinnitus führt.

Eine erste nichtklinische Studie zeigte eine signifikante Reduktion des subjektiv wahrgenommenen Tinnitus um 30 bis fast 100 Prozent bei allen Teilnehmern – und das innerhalb weniger Wochen. Im Oktober 2020 startet zudem eine klinische Studie, die bis August 2021 durchgeführt werden wird.

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„Wir freuen uns, Tinnitus-Patienten durch die Markteinführung von Forgtin endlich eine Perspektive und Heilungschance bieten zu können“, erklärt Klaus Grübl, Erfinder von Forgtin und Gründer der Pansatori GmbH. „Da ich selbst mehr als 19 Jahre lang von diesem Leiden betroffen war, ist es mir ein besonderes Anliegen, so vielen Menschen wie möglich zu helfen. Seit zwei Jahren bin ich nun frei von Tinnitus und setze mich für eine weitere Forschung zum Thema und den Wirkmechanismen dieser Krankheit ein. Die Einführung von Forgtin ist ein wichtiger Schritt, um Tinnitus-Patienten dauerhaft zu helfen.“

Zur Unterstützung können Forgtin-Nutzer eine Smartphone-App verwenden, die sie durch die ersten Wochen mit Forgtin führt. Die App gibt Tipps und Informationen und dient darüber hinaus als Tinnitus-Tagebuch. Nutzer können so den Verlauf ihres Tinnitus erfassen und herausfinden, welche anderen Faktoren, wie z. B. Stress, Emotionen, Kiefer und Nackenverspannungen, den Tinnitus außerdem beeinflussen. Je besser Nutzer ihren eigenen Tinnitus kennen, desto leichter können sie lernen ihn zu kontrollieren. Weitere Hilfe können Betroffene hier finden.

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