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Prothese für Blasenschließmuskel Künstlicher Harnröhrenschließmuskel zur Behandlung von Inkontinenz

Quelle: Pressemitteilung Affluent Medical 2 min Lesedauer

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Der künstliche Harnröhrenschließmuskel Artus wurde zur Behandlung von Inkontinenz bei Frauen und Männern entwickelt. Das Gerät, das das Öffnen und Schließen der Harnröhre des Patienten steuert, wird vom Patienten selbst über eine Fernbedienung aktiviert und ist so konzipiert, dass es sich an den Lebensstil des Patienten anpassen lässt.

Artus ist ein künstlicher Harnröhrenschließmuskel, der den natürlichen Schließmuskel ersetzen soll.(Bild:  Affluent Medical)
Artus ist ein künstlicher Harnröhrenschließmuskel, der den natürlichen Schließmuskel ersetzen soll.
(Bild: Affluent Medical)

Artus ist ein implantierbarer künstlicher Harnröhrenschließmuskel, der für die Behandlung von mittlerer bis schwerer Harninkontinenz bei Männern und Frauen entwickelt wurde. Um den künstlichen Harnröhrenschließmuskel einzusetzen, wird minimalinvasiv ein Zugang zur Harnröhre hergestellt. Anschließend wird die weiche Silikonmanschette, auf Höhe des Blasenhalses, um den Harnkanal gelegt und verschlossen.

Sobald die Manschette an die Harnröhre angepasst ist, wird sie mit dem ferngesteuerten Aktuator verbunden. Der Aktuator steuert das Schließen und Öffnen der Manschette durch elektromechanische Aktion via Fernbedienung. Die Manschette lässt sich individuell an den Schweregrad der Inkontinenz anpassen. Das Öffnen und somit die Entleerung erfolgt durch Drücken der Haupttaste auf der Fernbedienung.

Um die natürliche Physiologie nachzuahmen, wurde Artus so konzipiert, dass es eine dauerhafte Anpassung an den Lebensstil des Patienten ermöglicht.

Video: Animation zur Implantation und Wirkungsweise zu Artus

„Artus lässt sich aufgrund seines innovativen Designs im Vergleich zur vorherigen Generation von Harnröhrenschließmuskeln leicht vorbereiten und implantieren. Mit der Positionierung der Druckmanschette um die Harnröhre und dem Implantieren der Steuereinheit waren die einzelnen Schritte einfach durchzuführen”, so Prof. Roman Zachoval, Leiter der Abteilung für Urologie am Thomayer Universitätskrankenhaus in Prag, Tschechische Republik, der die Erstimplantation erfolgreich an einem 68-jährigen Mann mit schwerer Harninkontinenz vorgenommen hat.

Momentan führt Affluent Medical die Pilotstudie „Dry“ durch, in der zehn männliche Patienten behandelt werden. Der Studienabschluss wir im zweiten Halbjahr 2024 erwartet. Danach steht die pivotale Studie für die Marktzulassung an. Außerdem initiiere das Unternehmen eine Studie zur Behandlung weiblicher Patientinnen.

Harninkontinenz stellt weltweit ein großes gesundheitliches Problem dar

Affluent Medical deckt mit Artus einen hohen medizinischen Bedarf: weltweit sind 400 Millionen Patienten, sowohl Männer als auch Frauen in verschiedenen Lebensabschnitten, betroffen. Frauen leiden generell häufiger daran, insbesondere jüngere Patientinnen (ab 25 Jahren), wenn sie mehrere Kinder zur Welt bringen. Bei älteren Patienten (ab 40 Jahren) ist es häufig eine Folge einer Behandlung aufgrund Prostata- oder Blasenkrebs. Harninkontinenz hat erhebliche Auswirkungen auf das soziale Leben und die Psyche der Patienten. Viele von ihnen entwickeln Angstzustände und Depressionen, da die Krankheit für die meisten Betroffenen weiterhin ein Tabuthema ist.

Laut Optima Insights wird der globale Markt für Medizinprodukte zur Behandlung von Harninkontinenz (einschließlich Schlingen, Neurostimulatoren und künstlicher Schließmuskel) bis 2027 ein Volumen von voraussichtlich 4,3 Milliarden Dollar erreichen, mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 11 Prozent zwischen 2019 und 2027.

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