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Nutzung von medizinische Daten
KI entschlüsselt das Gesundheitswesen der Zukunft

Von Lene Ganschow* 4 min Lesedauer

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Im Projekt Aiqnet entsteht ein digitales Ökosystem, das große Datenmengen des Gesundheitswesens dezentral und datenschutzkonform sammelt und per künstlicher Intelligenz (KI) auswertbar macht. Dabei sorgt ein spezielles Gateway dafür, dass die entsprechenden Daten eine gemeinsame Sprache sprechen.

Im Projekt AIQNET werden medizinsche Daten mithilfe von künstlicher Intelligenz ausgewertet, um die Versorgung im Gesundheitswesen zu verbessern.(© Production Perig – stock.adobe.com)
Im Projekt AIQNET werden medizinsche Daten mithilfe von künstlicher Intelligenz ausgewertet, um die Versorgung im Gesundheitswesen zu verbessern.
(© Production Perig – stock.adobe.com)

Ärztinnen und Ärzte stehen bei der Wahl der passenden Medizinprodukte, z. B. bei künstlichen Hüftgelenken, immer wieder vor einem Rätsel: Welches Produkt eignet sich am besten für die individuellen und komplexen Voraussetzungen der Patientin oder des Patienten? Einschlägige Erhebungen, die Auskunft darüber geben, welches Produkt sich in welcher Situation als besonders effektiv erwiesen hat, liegen meist nicht vor.

Dabei existieren Daten, über die sich genau das herausfinden lässt – nämlich Anamnesen, Patientenfragebögen, Laborberichte, Diagnosen, Röntgenbilder und vieles mehr. Diese Daten werden allerdings meist nur einmal genutzt, bevor sie in Krankenhausarchiven oder auf Praxisservern verschwinden. Ein Projekt, das im Rahmen des KI-Innovationswettbewerbs des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird, will das ändern und die enormen Potenziale, die in diesen Daten für medizinisches Personal, Pharma- und Medizinproduktehersteller und nicht zuletzt die Patienten stecken, bergen.