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Es ist also nicht verwunderlich, dass die Mehrheit der befragten Medizintechnik-Unternehmen keine Transparenz darüber hat, wie sich auf diese Weise die Leistungsfähigkeit der Supply Chain positiv beeinflussen lässt. Eine Abbildung von Sales- und Operations-Planungsprozessen in der Informationstechnologie ist sogar nur in jedem zehnten Medizintechnik-Unternehmen etabliert. Dabei ist eine entsprechende IT-Unterstützung gerade für Top-Themen der Medizintechnik wie etwa eine effiziente Chargenverwaltung und Rückverfolgbarkeit unabdingbar.
Bedarf an Risikomanagement wird nicht erkannt
Was den Umgang mit Risiken angeht, gibt es in der Medizintechnik noch großen Nachholbedarf. Dies ist angesichts der extremen Wichtigkeit, die einer hohen Verfügbarkeit und Versorgungssicherheit in der Medizintechnik beigemessen wird, besonders kritisch zu sehen. Im Risiko, dass die Lieferanten nicht liefern, sehen 75 Prozent der Befragten aus der Medizintechnik eine bedeutende Herausforderung. Das sind deutlich mehr als im branchenübergreifenden Durchschnitt (41 Prozent). Gerade diese Herausforderungen können durch entsprechendes Supply Chain Risk Management angegangen werden.
Es ist nach wie vor erstaunlich, dass sich unter den vorgenannten Gesichtspunkten rund die Hälfte der Medizintechnik-Unternehmen weder heute noch in den nächsten drei Jahren mit dem Thema Supply Chain Risk Management befassen will. Branchenübergreifend hat sich das Thema schon stärker etabliert: Risiken in der Supply Chain wurden als das wichtigste Zukunftsthema identifiziert und 74 Prozent der Unternehmen wollen ihr Risikomanagement heute bzw. bis spätestens 2015 verbessern.
Dr. Adrian Reisch, Manager für Medizintechnik
J&M Management Consulting AG
D-68161 Mannheim
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